Schütze von Trump-Dinner war «Lehrer des Monats»
Bei einem Dinner mit Donald Trump kam es zu Schüssen. Der 31-jährige Schütze wurde unter anderem einmal zum «Lehrer des Monats» gewählt.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Schütze, der das Trump-Dinner stürmte, war früher als Lehrer tätig.
- Es sich soll sich um einen Einzeltäter handeln.
- Cole Tomas Allen wird nun vom Bundesgericht angeklagt.
Bei einem Gala-Dinner mit US-Präsident Donald Trump kam es zu einem Zwischenfall. Sicherheitskräfte überwältigten einen bewaffneten Mann.
Trump selbst informierte kurz danach an einer Pressekonferenz im Weissen Haus über das Geschehene.
Der Angreifer trug mehrere Waffen bei sich. Die Polizei bestätigte später, dass er eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe sowie mehrere Messer dabeihatte. Trump äusserte sich auch zur möglichen Art des Täters.
Der Präsident sagte, er halte den Mann für einen sogenannten «einsamen Wolf». Damit meint er einen Einzeltäter, der ohne Unterstützung einer Gruppe handelt. Laut Justizminister Todd Blanche erhärte sich der Verdacht, dass er Trump und Mitglieder der Trump-Regierung ins Visier genommen habe.
Täter wurde als «Lehrer des Monats» ausgezeichnet
Der Mann wurde als Cole Tomas Allen identifiziert. Der 31-Jährige stammt aus dem US-Bundesstaat Kalifornien. Er war als Lehrer im Bildungszentrum «C2 Education» tätig. Im Dezember 2024 wurde er dort sogar zum «Lehrer des Monats» ausgezeichnet.
Weiter war er als Spielentwickler tätig. Seine Nachbarn und ehemaligen Mitarbeiter beschreiben ihn laut der «Washington Post» als «ruhig, höflich und unauffällig». Er war als Hotelgast am Ort des Geschehens untergebracht.
2025 soll er laut LinkedIn einen Masterabschluss in Informatik erlangt haben.
Trump lobt das Vorgehen der Sicherheitsbeamten
Trump erklärte, er sei zum Zeitpunkt des Vorfalls noch relativ weit entfernt gewesen. Er zeigte sich mit dem Eingreifen der Sicherheitskräfte zufrieden.
«Die Reaktionszeit war hervorragend», sagte Trump mit Blick auf das Vorgehen der Sicherheitsbeamten. Er veröffentlichte zudem ein Video auf seiner Plattform Truth Social.
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Das Video soll den Angreifer zeigen, wie er an Beamten vorbeirennt. Diese richten anschliessend ihre Waffen auf ihn.
Schütze soll vor Bundesgericht angeklagt werden
Über das Motiv des Mannes ist bisher nichts bekannt. Die Behörden ermitteln noch. Am Montag soll Allen einem Bundesgericht vorgeführt werden.
US-Staatsanwältin Jeanine Pirro erklärte am Samstagabend in Washington die geplanten Anklagepunkte. Allen soll wegen der Verwendung einer Schusswaffe während eines Gewaltverbrechens angeklagt werden.

Zusätzlich droht ihm eine Anklage wegen des Angriffs auf einen Bundesbeamten mit einer gefährlichen Waffe.
Die Anklagepunkte können bei einer Verurteilung zu langen Gefängnisstrafen führen. Die Ermittlungen laufen auf Bundesebene, was bedeutet, dass US-Bundesbehörden wie das FBI zuständig sind.
Donald Trump wird immer wieder zur Zielscheibe
Die Sicherheit von Donald Trump beschäftigt die US-Behörden seit Jahren. Bereits im Juli 2024 überlebte Trump in Butler im US-Bundesstaat Pennsylvania ein Attentat. Ein Schütze feuerte bei einer Wahlkampfveranstaltung auf ihn. Trump wurde dabei am Ohr verletzt.
Wenige Monate später, im September 2024, kam es zu einem weiteren versuchten Anschlag auf Trump. Auf seinem Golfplatz in West Palm Beach im Bundesstaat Florida wurde ein bewaffneter Mann festgenommen. Auch damals blieb Trump unverletzt.


















