In Venezuela sind nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 500 Mitarbeiter im Gesundheitsbereich an Covid-19 gestorben.
Corona-Station in Caracas
Corona-Station in Caracas - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Personal in südamerikanischem Land fehlt es oft an Schutzausrüstung.

Der Anstieg der Corona-Toten beim Gesundheitspersonal beschleunige sich, erklärte Medicos Unidos am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst Twitter. Zuletzt sei die Zahl um 14 auf 513 Todesfälle gestiegen. Dem Tweet fügte die Organisation ein Foto von der Beerdigung eines Betroffenen bei.

Seit den ersten Infektionsfällen in Venezuela im März 2020 haben Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen immer wieder die prekären Zustände in den staatlichen Krankenhäusern und den beschränkten Zugang des Personals zu Schutzausrüstung beklagt. Schon vor der Corona-Pandemie litt das Gesundheitssystem unter Versorgungsengpässen und Personalmangel, weil das links-nationalistisch regierte Land in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt.

Nach offiziellen Angaben wurden in Venezuela bislang 192.498 Corona-Infektionen und 2065 Todesfälle registriert. Nichtregierungsorganisationen zufolge hat die Pandemie das südamerikanische Land in Wirklichkeit aber viel härter getroffen. Derzeit leidet Venezuela unter einer zweiten Pandemie-Welle, staatliche und private Gesundheitseinrichtungen sind überlastet.

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