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    Hacker-Angriff auf US-Gefängnis sperrt Insassen noch mehr ein

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    USA,

    Ein Hackerangriff hat ein Gefängnis in den USA lahmgelegt - und die Insassen noch mehr eingesperrt, als sie es ohnehin schon waren.

    Netzwerkausfall
    Netzwerkausfall - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Automatisches Türsystem und Sicherheitskameras fallen aus.

    Dabei wurden laut Gerichtsdokumenten vergangene Woche die Sicherheitskameras sowie das automatische Türsystem der Haftanstalt im Bezirk Bernalillo im US-Bundesstaat New Mexico ausser Betrieb gesetzt. Das Gefängnispersonal musste deshalb jede Zelle manuell aufschliessen, wenn die Häftlinge zum Sport oder zur Erholung nach draussen wollten.

    In dem Gerichtsbeschluss vom vergangenen Donnerstag hiess es, die fehlende Kameraüberwachung stelle ein «erhebliches Sicherheitsrisiko für das Personal und die Häftlinge dar, wenn sie sich ausserhalb der Zellen aufhalten». Die bedeute, dass sämtliche Häftlinge sich nur noch in ihren Zellen aufhalten und nicht mehr zu bestimmten Zeiten frei im Gefängnis bewegen dürften. Zur medizinischen Versorgung sollten sie aber weiterhin ihre Zellen verlassen dürfen.

    Der Cyberangriff legte auch weitere öffentliche Einrichtungen in dem US-Bezirk lahm. So hiess es in einer Mitteilung vom Montag, dass die Verwaltung wegen «Cyber-Problemen» weiterhin keine Heiratsurkunden, Wählerregistrierungen und Immobilientransaktionen durchführen konnte. Ursache des Problems war demnach eine sogenannte Ransomware-Attacke - dabei verschlüsseln Hacker die Festplatten von Computern und verlangen ein Lösegeld, sonst löschen sie sämtliche Daten.

    Es gab keine Informationen darüber, wer hinter der Cyberattacke steckte oder welche Forderungen gestellt wurden. Das Gefängnis reagierte nicht auf eine AFP-Anfrage.

    Ransomware-Attacken werden weltweit immer häufiger. Vergangenes Jahr setzten die Vereinigten Staaten eine Belohnung von zehn Millionen Dollar (8,7 Millionen Euro) für die Suche nach den Anführern der «Darkside»-Bande aus. Diese in Russland ansässigen Organisation wird von Washington für einen Angriff verantwortlich gemacht, der eine der grössten Ölpipelines des Landes lahm legte. Erpresser-Banden sollen mittels der Cyberattacken allein in den ersten sechs Monaten 2021 mehr als eine halbe Milliarde Dollar erbeutet haben.

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