An der COP15 rief UN-Generalsekretär Guterres zum «Friedensvertrag mit der Natur» auf. Zugleich warfen Demonstranten der Konferenz «Heuchelei» vor.
Aktivisten bei der Biodiversitätskonferenz COP15
Aktivisten bei der Biodiversitätskonferenz COP15 - AFP
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • UN-Generalsekretär António Guterres rief zu einem «Friedensvertrag mit der Natur» auf.
  • Dies an der UN-Biodiversitätskonferenz, die ein historisches Abkommen schliessen will.
  • Damit soll die Auslöschung von Tier- und Pflanzenarten verhindert werden.

UN-Generalsekretär António Guterres hat bei der internationalen Biodiversitätskonferenz COP15 zu einem «Friedensvertrag mit der Natur» aufgerufen.

«Es ist Zeit für einen ambitionierten Biodiversitäts-Rahmen – einen wahren Friedensvertrag mit der Natur», sagte der UN-Chef am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten im kanadischen Montreal. Nur so könne eine «grüne, gesunde Zukunft für alle» gewährleistet werden.

Eine Millionen Tier- und Pflanzenarten könnten aussterben

Guterres äusserte sich am ersten Tag der UN-Biodiversitätskonferenz. Auf dieser sollen binnen zwei Wochen Delegierte aus fast 200 Ländern ein historisches Abkommen schliessen, um die unwiederbringliche Auslöschung von Tier- und Pflanzenarten sowie Ökosystemen zu verhindern. Vor dem Veranstaltungszentrum demonstrierten rund 150 Aktivisten, sie warfen der Konferenz «Heuchelei» vor.

gueterres
Der UN-Generalsekretär António Guterres. (Archiv) - AFP

Schätzungen zufolge sind derzeit etwa eine Million der mutmasslich acht Millionen Tier- und Pflanzenarten auf der Erde vom Aussterben bedroht. In den vergangenen 500 Jahren sind bereits allein 680 Wirbeltierarten für immer verschwunden und in den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Artensterben massiv beschleunigt.

Mehr zum Thema:

ErdeNatur