Natur

    Schafe und Ziegen pflegen Muttenzer Natur

    Nau.ch Lokal
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    Muttenz,

    Im Naturschutzgebiet Zinggibrunn setzt Muttenz versuchsweise Walliser Schafe und Ziegen zur Pflege ein – für mehr Artenvielfalt und weniger Problempflanzen.

    Die römischen Ruinen Wartenberg in Muttenz.
    Die römischen Ruinen Wartenberg in Muttenz. - Nau.ch / Werner Rolli

    Wie die Gemeinde Muttenz schreibt, werden im kommunalen Naturschutzgebiet Zinggibrunn versuchsweise zwei Mal im Jahr Walliser Landschafe und Walliser Schwarzhalsziegen zur Landschaftspflege eingesetzt. Ziel des Projektes ist es, Problempflanzen zu bekämpfen und die Artenvielfalt zu erhöhen.

    Die Bekämpfung von Neophyten und Brombeeren führen zu Mehraufwand

    In den letzten Jahren haben im kommunalen Naturschutzgebiet Zinggibrunn Brombeeren stark zugenommen. Gleichzeitig wanderten Neophytenarten ein und Gehölze breiteten sich in die wertvollen Flächen aus.

    Der Arbeitsaufwand für die Pflege erhöhte sich dadurch stetig. Im gleichen Zeitraum nahm die Artenvielfalt jedoch – trotz verstärktem Pflegeaufwand – kontinuierlich ab.

    Mit der versuchsweisen Umstellung der Pflege auf eine extensive, naturschutzorientierte Beweidung soll das Gebiet ökologisch aufgewertet und unterschiedliche, kleinräumige Standorte für Tier- und Pflanzenarten geschaffen werden. Die energieintensive Pflege mit Maschinen und die Entsorgung des Mähgutes entfallen dadurch weitgehend.

    Einsatz alter Tierrassen für den Naturschutz

    Ende Oktober 2025 werden für drei Wochen Walliser Landschafe die gehölzfreien Naturschutzflächen beweiden. Diese alte und robuste Schafrasse hat ein weites Nahrungsspektrum (zum Beispiel Gräser, Brombeeren), frisst aber keine Baumrinden.

    In den ersten Jahren werden zusätzlich Walliser Schwarzhalsziege eingesetzt. Diese sollen die Ausschläge der Sträucher verbeissen und so zurückdrängen.

    Durch die Beweidung entsteht ein Mosaik an Kleinstflächen, welche auf unterschiedlicher Höhe abgeweidet wurden. Auf einen Säuberungsschnitt nach der Beweidung wird weitgehend verzichtet und das überständige Gras stehen gelassen.

    Die Beweidung erfolgt durch die Firma Naturpflege Neumann. Diese bietet seit 2011 eine professionelle, naturschutzorientierte Beweidung mit Schafen und Ziegen an. Die Firma ist bereits in mehreren Gemeinden im unteren Baselbiet erfolgreich aktiv.

    Das Projekt hat Pilotcharakter

    Mit der Beweidung von Naturschutzflächen hat die Gemeinde Muttenz noch keine Erfahrung und das Projekt hat deshalb Pilotcharakter. Die Beweidung der Naturschutzfläche Zinggibrunn soll während mehreren Jahren durchgeführt werden.

    Bewährt sich diese Pflegeform, besteht die Absicht diese auch auf andere Naturflächen auszuweiten, wenn möglich unter Beizug von lokalen Landwirten.

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    Kommentare

    User #5685 (nicht angemeldet)

    Das wäre in den Alpen auch problemlos, wenn die viel zu vielen Wölfe nicht wären....!!!!

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