Trump behindert Ermittlung im Ausschuss zur Kapitol-Attacke

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    USA,

    Laut Medienberichten fordert Trump vorgeladene Vertraute auf, vor dem Kongress nicht auszusagen. Ein Gremium will den Sturm aufs Kapitol aufklären.

    Ein Kongressausschuss untersucht den Angriff auf das Kapitol vor gut neun Monaten. Foto: J. Scott Applewhite/AP/dpa
    Ein Kongressausschuss untersucht den Angriff auf das Kapitol vor gut neun Monaten. Foto: J. Scott Applewhite/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ex-US-Präsident Donald Trump soll die Ermittlungen zum Kapitol-Sturm behindern.
    • Seine Anwälte fordern Vorgeladene auf, mit dem Kongress-Ausschuss nicht zu kooperieren.

    Der ehemalige US-Präsident Donald Trump versucht Medienberichten zufolge, frühere Vertraute an einer Aussage vor dem Kongressausschuss zur Untersuchung auf das US-Kapitol zu hindern.

    In einem Brief, der unter anderem dem Portal Politico und der «Washington Post» vorlag, fordert ein Anwalt Trumps die Männer auf, nicht mit dem Ausschuss zu kooperieren. Der Ausschuss hatte den ehemaligen Trump-Berater Steve Bannon, den damaligen Stabschef des Weissen Hauses, Mark Meadows, Trumps Social-Media-Chef Dan Scavino sowie einen ehemaligen Beamter des Verteidigungsministeriums für Mitte Oktober vorgeladen.

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    Steve Bannon im Jahr 2018. Der Amerikaner war massgeblich am Wahlsieg von Donald Trump beteiligt. - keystone

    Ausserdem wurden von den vier Männern bestimmte Dokumente bis Donnerstag angefordert. In dem Schreiben heisst es den Berichten nach, dass die Dokumente vor der Offenlegung geschützt seien. Sie würden unter das Vorrecht des Präsidenten, bestimmte Informationen nicht offenzulegen, fallen.

    Justizministerium könnte unkooperative Zeugen strafrechtlich verfolgen

    Trump sei bereit, dieses Recht vor Gericht zu verteidigen. Es ist unklar, wie der Ausschuss versuchen wird, die Vorladungen durchzusetzen. Er könnte das Justizministerium einschalten und darum bitten, Zeugen, die eine Kooperation verweigern, strafrechtlich zu verfolgen, schrieb Politico. Diesen könnten dann Gefängnis und hohe Geldstrafen wegen Missachtung des Kongresses drohen.

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    Beim Angriff auf das Kapitol kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. - AFP/Archiv

    Der Ausschuss im US-Repräsentantenhaus soll die Hintergründe des Angriffs auf das Kapitol untersuchen. Das Gremium teilte am Donnerstag mit, es seien Vorladungen an zwei Männer geschickt worden, die mit den Genehmigungsanträgen für eine Kundgebung in Verbindung stünden. «Wir erwarten von diesen Zeugen, dass sie bei unserer Untersuchung uneingeschränkt kooperieren», erklärte der Vorsitzende Bennie G. Thompson.

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