Studie

    Arbeit in der Pflege erfüllt – lässt aber wenig Platz für Privates

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Eine Studie zeigt besonders hohe Zufriedenheit in der Pflege. Gleichzeitig bleibt ausgerechnet bei der Vereinbarkeit mit dem Privatleben viel Luft nach oben.

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    Wer in der Pflege arbeitet, erlebt den Job laut Studie oft als sinnvoll und erfüllend. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Pflegeberufe führen laut Studie bei Arbeitszufriedenheit und Sinn klar.
    • Auch Stolz und Jobsicherheit werden in Pflege und Medizin hoch bewertet.
    • Schwächer schneidet die Branche bei der Vereinbarkeit mit Privatem ab.

    Berufstätige in der Pflege sind gemäss einer neuen Studie führend bei der Arbeitszufriedenheit. Acht von zehn Beschäftigten gaben an, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen.

    Bei der Vereinbarkeit mit dem Privatleben scheint es aber noch Verbesserungspotenzial zu geben.

    Beim Privatleben drückt der Schuh

    Insgesamt attestierte die Studie des Forschungsinstituts Sotomo, die am Dienstag veröffentlicht wurde, der Pflegebranche die höchsten Zufriedenheitswerte. Dabei konnten kaum Unterschiede nach Geschlecht festgestellt werden.

    Anders aber beim Alter: Ältere Arbeitnehmende empfinden laut der Studie häufiger ein Gefühl der Erfüllung und des Stolzes. Dieses Gefühl sei für ein erfülltes Arbeitsleben mitunter entscheidend.

    Der Studie zufolge empfindet fast die Hälfte der Erwerbstätigen bei ihrer Arbeit viel oder sehr viel Stolz. Wieder erreichten hier die Pflegeberufe besonders hohe Werte.

    Und auch bei der Bewertung der Jobsicherheit führten Pflege und Medizin. Gefolgt von sozialen Berufen, dem Baugewerbe und der öffentlichen Verwaltung.

    Sinn schlägt Lohn

    Wichtig für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz seien aber nicht nur die Sinnhaftigkeit und Erfüllung im Beruf. Auch strukturelle Rahmenbedingungen müssen gemäss der Studie gegeben sein.

    Diese bewerteten Berufstätige aus der Pflegebranche weniger positiv. Insbesondere bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben soll es laut Studie hapern.

    Auf eine gute Work-Life-Balance legte fast die Hälfte der befragten Erwerbstätigen (47 Prozent) Wert, wie es weiter hiess.

    Wichtig schienen zudem abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben zu sein (44 Prozent) sowie die Möglichkeit, Positives bewirken zu können (38 Prozent). Der Lohn sei den Befragten nicht unwichtig, belege aber erst den vierten Platz.

    4300 Personen wurden befragt

    Die Studie wurde im März 2026 im Rahmen der Kampagne «Mach Karriere als Mensch» vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführt. Hinter der Kampagne stehen die Trägerorganisationen Artiset, Spitex Schweiz und OdASanté.

    Unterstützt wurde sie vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Für die Umfrage wurden mehr als 4300 Erwerbstätige in der Schweiz sowie Pensionierte befragt.

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    Kommentare

    User #3773 (nicht angemeldet)

    Ich arbeite selbst in der Pflege . Diese Umfrage kann ich leider nicht nachvollziehen. Lohn ist schlecht , Arbeitszeiten beschissen, zu wenig Personal , die Arbeit selbst könnte mehr befriedigend sein hätte man mehr Zeit für die zu betreuenden Menschen. Keine Zeit um auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen . Schade wirklich schade . Unser Gesundheitssystem sinkt immer tiefer nur die oberen Zehntausend merken nichts davon und bei unseren Politikern ist sowieso Hopfen und Malz verloren. Viele Tätigkeiten muss man ja schon beinahe wie in einer Fabrik am Fliessband ausführen. Auch viele Patienten fühlen sich bereits wie eine Nummer . Und es wird in den nächsten Jahren noch viel schlimmer werden ……

    User #6275 (nicht angemeldet)

    "stolz" - ? worauf ? Zufriedenheit? Wieso hört man dann in anderen Berichten immer davon, dass sie unzufrieden seien mit Lohn und Arbeitsbedingungen ?? Mal so, dann doch nicht .... ? ? Jeder macht seinen Beruf, und jeder ist für seine Zufriedenheit selbst verantwortlich. Glück allein hat wenig mit dem Job, sondern viel mehr mit der eigenen inneren Lebenseinstellung zu tun.

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