Anschlag auf General: Warschau nennt Moskauer Vorwürfe Desinformation
Polens militärische Spionageabwehr weist Moskauer Angaben über eine angebliche polnische Spur beim Anschlag auf den russischen General Wladimir Alexejew zurück.

Es sei ein typisches Beispiel für gezielte russische Desinformation, sagte der Leiter des Militärgeheimdienstes SKW, Jaroslaw Strozyk, der Nachrichtenagentur PAP in Warschau.
Die russischen Vorwürfe sollten das Bild zeichnen, dass Russland und Belarus aus dem Westen bedroht würden. Die polnischen Geheimdienste hielten sich an die Gesetze und die Vorgaben ihrer Führung, sagte der Brigadegeneral.
Alexejew als Vizechef des russischen Militärgeheimdienstes war vergangene Woche in Moskau durch Schüsse schwer verletzt worden. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB nahm zwei Verdächtige fest und macht die Ukraine für den Anschlag verantwortlich. Der Schütze sei «unter Beihilfe polnischer Geheimdienste» angeworben worden, wurde behauptet.
Strozyk deutete die Moskauer Vorwürfe auch als Vergeltung für die Enttarnung eines mutmasslichen russischen Spions im polnischen Verteidigungsministerium. Der vergangene Woche festgenommene Mitarbeiter der Planungsabteilung habe Wissen über nahezu alle Prozesse im Ministerium gehabt, sagte der Chef der Gegenspionage. Geprüft werde, ob der Mann Teil eines Netzwerks sei.














