Beim Sturm auf das Kapitol wollte US-Präsident Donald Trump mitmarschieren und die Nationalgarde aufbieten. Dies aber zum Schutz seiner Anhängerschaft.
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Donald Trump wollte mit Mob vors Kapitol ziehen. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Sturm auf das Kapitol drangen Trump-Fanatiker gewaltsam in das Gebäude ein.
  • Trump wollte zuvor die Nationalgarde zum Schutz seiner Leute aufbieten.
  • Schliesslich bot Vizepräsident Mike Pence die Nationalgarde auf.

Am vergangenen Mittwoch stürmte ein wütender Mob das Kapitol in Washington DC. Die Trump-Fanatiker zogen zunächst vor das Parlament, drangen später gewaltsam in das Gebäude ein und entwendeten und zerstörten Gegenstände. Fünf Personen kamen beim Kapitol-Sturm ums Leben.

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Reto Nause vergleicht die Corona-Demo in Bern mit dem Sturm aufs Kapitol Anfangs Jahr. - dpa

Es dauerte über drei Stunden, bis das Kapitol durch Sicherheitskräfte wieder unter Kontrolle gebracht wurde – auch dank der Nationalgarde. Diese wurde aber erst spät aufgeboten.

Donald Trump wollte Nationalgarde zum Schutz seiner Fans

Schon vor dem Sturm auf das Kapitol gedachte US-Präsident Donald Trump, die Nationalgarde aufzubieten. Nicht aber zum Schutz des Gebäudes selbst, sondern zum Schutz seiner Anhängerschaft vor Anti-Trump-Protestlern. Dies berichtet die «New York Times».

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Ex-US-Präsident Donald Trump. - Keystone

Zudem soll Donald Trump gemäss Beratern die Absicht geäussert haben, mit seinen Anhängern vor das Kapitol ziehen zu wollen. Was aber Beamte des Weissen Hauses dem Präsidenten schliesslich ausreden konnten.

Donald Trump zeigte sich hingegen immun, die Nationalgarde aufzubieten, um den Mob an der Erstürmung des Kapitols zu hindern. Und erst 24 Stunden nach dem ganzen Szenario erklärte Trump seine Empörung über die Gewalt und Gesetzlosigkeit. In einem Video sprach er von einem «abscheulich» Angriff.

Vize Mike Pence bot Nationalgarde auf

Er habe sofort die Nationalgarde und die Bundesstrafverfolgungsbehörden eingesetzt, erklärte Trump im Video. Doch diese Behauptung sorgt für Zweifel.

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Schliesslich bot Vizepräsident Mike Pence die Nationalgarde auf. - Keystone

So berichteten US-Medien wie CNN, NBC und «New York Times», dass Vizepräsident Mike Pence die Nationalgarde aufrief, nicht Donald Trump. Dieser soll sich gemäss den Sendern zunächst gar geweigert haben, die Nationalgarde einzusetzen.

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