Donald Trump zu Iran-Angriffen: «Sollen sie doch L.A. zerstören»

    Laurin Zaugg
    Laurin Zaugg

    USA,

    Auf einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Nebraska tätigt Donald Trump heikle Aussagen. Das Weisse Haus rudert daraufhin zurück.

    Trump
    Trump sorgte mit Aussagen zum Iran-Krieg für Aufsehen. Würde der Iran Los Angeles zerstören, wäre es laut Trump ein «kleiner Preis». - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Lasst sie Los Angeles ausschalten», das sei ein «kleiner Preis», sagte Trump bezüglich des Iran-Kriegs.
    • Los Angeles’ Bürgermeisterin kritisiert Trumps Äusserungen scharf.
    • Das Weisse Haus spielt Trumps Worte daraufhin herunter.

    Donald Trump lässt sich bei einer Wahlkampf-Veranstaltung im US-Bundesstaat Nebraska zu heiklen Aussagen hinreissen.

    Während der Kundgebung spricht er unter anderem über den Iran-Krieg: «Lasst sie Los Angeles ausschalten, lasst sie San Diego ausschalten», sagt Trump in diesem Zusammenhang. «Das ist ein sehr kleiner Preis, den man zahlen muss», ergänzt er.

    Beide Städte sind klar demokratisch geprägt – was dem Republikaner natürlich ein Dorn im Auge ist.

    Die Aussagen sorgen medial für Empörung, während das Weisse Haus die Äusserungen herunterspielt.

    Am Montagabend (Ortszeit) sprach Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung in Grand Island im Bundesstaat Nebraska. Er reiste unter anderem an, weil in diesem Bundesstaat ein republikanischer Senatssitz wackelt.

    Darüber, ob dies nach Trumps Auftritt anders aussieht, lässt sich streiten. Seine leichtfertigen Aussagen über die Zerstörung der Städte Los Angeles und San Diego lösten nämlich heftige Reaktionen aus.

    Aussagen von Donald Trump «verrückt und gefährlich»

    Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom betitelte Trumps verbalen Angriff «verrückt und gefährlich». Die Aussage, es wäre ein «kleiner Preis», wenn San Diego ausgeschaltet werden würde, verharmlose einen Angriff auf Millionen Menschen.

    Auch die Bürgermeisterin von Los Angeles Karen Bass sprach von «verantwortungslose Aussagen».

    Steven Cheung, der Kommunikationsdirektor des Weissen Hauses, versuchte schliesslich zurückzurudern.

    Trump habe nicht angedeutet, dass er wolle, dass Teheran Städte in den USA angreife. Vielmehr wolle Trump den Iran daran hindern, die Fähigkeit zu solchen Angriffen zu erlangen.

    War der Krieg mit dem Iran ein Fehler von Donald Trump?

    «Er hat eindeutig gesagt, dass US-Städte gefährdet gewesen wären, wenn ein nuklearer Iran nicht gestoppt worden wäre», so Cheung. Dabei ergänzte er, dass Amerika dank dem Präsidenten sicherer sei.

    Kommentare

    User #2151 (nicht angemeldet)

    Trump hat soviel Feingefühl wie eine Kreissäge. Merken die amerikanischen Wähler eigentlich immer noch nicht, dass er sich einen Dreck um die Bevölkerung kümmert. Das mit Amerika First gilt schon lange nicht mehr. Heute heisst das nur noch Trump First - alles andere ist vorbei und vergessen.

    User #1342 (nicht angemeldet)

    Ein Präsident mit einer solchen Rhetorik kann man nicht ernst nehmen.

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