Gewalt-Drohungen: Eltern schicken Kinder nicht mehr in Schule
In Como (I) kursieren Nachrichten mit Gewaltdrohungen gegenüber Mädchen und Frauen. Eltern schicken ihre Kinder aus Angst nicht mehr in die Schule.

Das Wichtigste in Kürze
- In Whatsapp-Chats wurden Drohungen gegen Frauen und Mädchen in Como (I) verbreitet.
- Eltern schicken aus Angst ihre Kinder nicht mehr in die Schule.
In der norditalienischen Stadt Como, nahe der Schweizer Grenze, sorgen Whatsapp-Nachrichten für Unruhe. Nachrichten, die Angriffe auf Frauen und Mädchen ankündigen, verbreiten sich flutartig.
Laut dem italienischen Nachrichtenportal «Qui Como» wurden in den Nachrichten sogar Gruppenvergewaltigungen an Mädchen und Frauen angekündigt.
Am Dienstag, 20. Oktober, fehlten in verschiedenen Schulen der Stadt mehr Schülerinnen als üblich. Denn viele Eltern hatten entschieden, ihre Töchter nicht in die Schule zu schicken.
Liste mit Schulen aufgetaucht
Die Redaktion berichtet, zahlreiche Nachrichten besorgter Familien erhalten zu haben. Vor allem Drohungen gegen die Mädchen hätten die Leute beunruhigt.
Eine Mutter, die ihre Tochter nicht in die Schule schickte, äussert sich gegenüber dem Portal: «Vielleicht wollten sie uns nur Angst einjagen, aber die Nachrichten gibt es nun einmal.»
Sie lese immer wieder, dass das alles nur Fake News sei. Doch die Nachrichten auf den Handys der Kinder würden sie verunsichern. Laut der Mutter sei auf WhatsApp eine Liste mit betroffenen Schulen aufgetaucht. Darunter die Schule ihrer Tochter.
Angst vor Revolte am Samstag
Bisher haben sich die Meldungen über Übergriffe nicht bestätigt. Doch die Angst in Como ist noch nicht vorbei.
Denn auf kommenden Samstag wurde auf WhatsApp zu einer Revolte aufgerufen – Motto: «Como zerstören». Laut «Qui Como» ist die Terror-Einheit Digos daran, die Urheber der Nachrichten ausfindig zu machen. Für Samstag wird mit auswärtigen Teilnehmenden gerechnet.



















