Eine Krankenschwester aus Alabama hat sich geweigert, sich gegen das Coronavirus zu impfen. Nun sind sie und ihr ungeborenes Kind an Corona gestorben.
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Eine ungeimpfte Krankenschwester und ihr ungeborenes Baby sterben an Corona. (Archivbild) - Facebook/@Haley Mulkey Richardson

Das Wichtigste in Kürze

  • In Alabama hat sich eine schwangere Krankenschwester mit dem Coronavirus infiziert.
  • Die werdende Mutter wollte sich trotz einer Impfpflicht am Arbeitsort nicht impfen lassen.
  • Sie und ihr ungeborenes Baby sind nun an den Folgen der Infektion gestorben.

Die Krankenschwester Haley Mulkey Richardson (32) aus Alabama wollte sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Vor rund einem Monat infizierte sich die werdende Mutter dann mit dem Virus, wie «Daily Mirror» berichtet. Letzten Freitag starben sie und ihr ungeborenes Kind an den Folgen.

Haley hinterlässt ihren Ehemann Jordan und eine kleine Tochter. Laut Angaben der Familie lag die 32-Jährige zuerst eine Woche lang krank zu Hause. Als ihre Herzfrequenz plötzlich stark anstieg, wurde sie ins Spital gebracht. Einige Tage später verschlimmerte sich ihr Zustand, sodass sie auf die Intensivstation verlegt wurde.

Wegen Coronavirus: «Baby würde sowieso sterben»

«Nach etwa drei oder vier Tagen im Krankenhaus sagte ihr der behandelnde Arzt, dass sie das Baby verlieren würde. Und es ging ihr immer schlechter», berichtet Jason. Schlussendlich hätten die Ärzte beschlossen, sie so zu behandeln, als ob sie kein Kind hätte. Und zwar, «weil ihr Baby sowieso sterben würde».

In den letzten Tagen vor ihrem Tod schrieb Mulkey Richardson auf ihrem Facebook-Account über ihre Krankheit und das Coronavirus. «In der Dunkelheit der frühen Morgenstunden ist es so einfach, so zu tun, als wäre das alles nur ein Albtraum. Oder als wäre ich nur wegen meiner eigenen Probleme mit Covid hier in diesem Krankenhausbett», so die Krankenschwester.

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Das «USA Health Children's and Women's Hospital» in Mobile. Dort wurde Haley nach ihrer Infektion mit dem Coronavirus eingeliefert. - Google Maps

«Und nicht, weil irgendetwas mit meinem süssen kleinen Mädchen nicht stimmt. Ich kenne die Prognose und ich kenne die Realität», so Haley weiter. «Ich hoffe und bete für ein Wunder.»

Das Spital, in dem Mulkey Richardson arbeitete, hatte vor einigen Wochen eine Impfpflicht gegen Coronavirus für sein Personal eingeführt. Doch sie hatte laut ihrer Mutter Julie Bedenken, dass die Impfung anaphylaktische Reaktionen auslösen könnte. Denn unter solchen allergischen Reaktionen hatte sie in der Vergangenheit gelitten.

US-Behörden rufen Schwangere zu Impfung auf

Sie hatte auch Angst, unfruchtbar zu werden. Solche Berichte über einen Zusammenhang zwischen Covid-19-Impfstoffen und Unfruchtbarkeit sind laut der Ärztin Karen Leigh Samples «wissenschaftlich nicht belegt».

Auch das amerikanische «Center for Disease Control and Prevention» fordert deshalb alle schwangeren Frauen auf, sich impfen zu lassen. Diesem Appell schliessen sich nun auch Haleys Mutter und ihre Schwester an.

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