Die USA (490'000 Neuinfektionen mit Corona) und Grossbritannien (190'000) melden neue Höchstwerte. Verantwortlich dafür ist die Omikron-Variante.
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Eine Mitarbeiterin entnimmt einem Bürger eine Probe auf dem Corona-Testgelände am Flughafen Edinburgh. Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa - sda - Keystone/PA Wire/Andrew Milligan

Das Wichtigste in Kürze

  • Grossbritannien verzeichnet fast 190'000 Neuinfektionen in 24 Stunden.
  • Auch die USA erreichen mit 490'000 Ansteckungen einen Höchstwert.
  • Die Hospitalisierungen sind aber tiefer als noch im Sommer.

Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt weltweit für rekordhohe Infektionszahlen. Die Schweiz und Frankreich vermeldeten am Donnerstag neue Höchstwerte. Auch Grossbritannien und die USA veröffentlichen ihre bislang höchsten Ansteckungszahlen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Grossbritannien ist auf 189'213 gestiegen. Damit meldeten die Behörden am Donnerstagabend wieder einen Tagesrekord. Darin sind die Neuinfektionen in Wales der vergangenen zwei Tage enthalten.

Weitere 332 Menschen starben binnen 28 Tagen nach einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus. Die Zahlen enthalten Todesfälle vom 24. bis zum 29. Dezember, die wegen der Feiertage nur mit Verzögerung gemeldet wurden.

USA
Menschen stehen in Washington in einer Schlange für Selbsttests an. - Keystone

Die US-Gesundheitsbehörde CDC berichtete am Donnerstag (Ortszeit), im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage habe es täglich gut 316'000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Das entspricht dem CDC zufolge einer Inzidenz von knapp 700 pro 100'000 Einwohnern.

Bei der grossen Corona-Welle im vergangenen Dezember und Januar war der Sieben-Tage-Durchschnitt der Infektionen laut CDC-Daten nur auf etwa 250'000 pro Tag angestiegen.

USA: Weniger Corona-Patienten in den Spitälern als im Sommer

Auch die für einen Tag gemeldeten Infektionen erreichten einen neuen Höchststand: Am Mittwoch gab es fast 490'000 bestätigte Neuinfektionen, wie die Behörde berichtete.

Die Zahl der Menschen, die in den USA an Covid-19 erkrankt sind und im Krankenhaus behandelt werden müssen, ist noch deutlich niedriger als im Sommer während der Delta-Welle oder etwa im vergangenen Winter. Aktuell sind laut CDC rund 76'000 Patienten mit Covid-19 im Krankenhaus. Im Januar – als es noch kaum Corona-Impfungen gab – waren es zeitweise rund 125'000 Patienten gewesen.

Coronavirus: England plant keine Verschärfung der Massnahmen

In England plant die zuständige britische Regierung trotz der rasanten Omikron-Ausbreitung keine strengeren Regeln. Zwar müssen im Nahverkehr sowie in Läden, Theatern, Kinos und Museen Masken getragen werden – nicht aber in Pubs und Restaurants. Für Discos und Grossveranstaltungen gelten die 3G-Regeln.

Die Regelungen in Wales, Schottland und Nordirland sind deutlich schärfer, hier entscheiden jeweils die Regionalregierungen.

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