In vielen Blumenerden ist Torf enthalten. Sein Abbau schadet der Umwelt. Eine Alternative: Alte Substrate und den Gartenboden aufbereiten. So geht's.
Hände Äpfel Kompost Küchenabfall
Aus Küchenabfällen wird auf einem Kompost mit der Zeit Dünger oder ein wertvoller Boden und Bestandteil von selbstgemischter Blumenerde. - Christin Klose/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Blumenerde kann man einfach und günstig selber machen.
  • Grundzutat: Gartenerde oder unbelasteter Mutterboden sowie Kompost, Humus und Stickstoff.
  • Das ist besonders klimafreundlich, weil die Erde so torf-frei ist.

Hobbygärtnern macht Spass – und Sie können dabei etwas für die Umwelt tun: Mischen Sie die Blumenerde selbst.

Dazu braucht man entweder Gartenerde oder unbelasteten Mutterboden. Er dient als Grundlage für das Gemisch und nimmt einen Anteil von etwa 50 bis 60 Prozent ein.

Alternativ kann man die aufgezehrte Erde aus den Kübeln oder Balkonkästen von Vorjahr als Basis nutzen.

Blumentopf Blume Frau Topf Ton
Gekaufte Blumenerde ist teuer und enthält oft Torf. Umweltfreundlicher ist es, die Blumenerde selbst zu mischen. - Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn

Dazu kommt Kompost, etwa der eigene und ebenfalls kostenlose aus dem Garten. Alternativ kann man ihn bei einer regionalen Kompostanlage oft günstig einkaufen. Rund 20 bis 30 Prozent sollte sein Anteil am Gemisch betragen.

Noch etwas Rindenhumus und Hornspäne

Dazu kommt feiner Rindenhumus (etwa 20 Prozent) aus dem Fachhandel. Der Humus (nicht zu verwechseln mit Rindenmulch) sollte aus feinen und nicht groben Stücken bestehen.

Dazu kommt noch Stickstoff in Form von Hornspänen und Spurenelementen, der als Langzeitdünger in der selbstgemischten Erde dient. Man erhält ihn ebenfalls im Fachhandel, oft unter dem Namen Gesteins- oder Urgesteinsmehl.

In Regionen mit Böden mit hohem Sandanteil ist es sinnvoll, geringe Mengen Tonmehl der Blumenerde beizumischen. Dadurch kann sie besser Wasser binden.

Kokosfasern ersetzen Torf

Ein weiterer – optionaler – Zusatz sind Holz- und noch besser Kokosfasern. Sie sind die Alternative zu Torf, der in käuflichen Blumenerden oft noch enthalten ist.

Der Torfabbau zerstört einen wichtigen Lebensraum für viele Tiere und schadet den Mooren. In Torf sind grosse Mengen Kohlendioxid gebunden. Wird er gewonnen, wird das klimaschädliche Gas freigesetzt.

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