Je nach Geschlecht des Hundes kommt es in bestimmten Situationen zu typischem Verhalten. Doch sind alle Rüden aggressiv-dominant und alle Hündinnen eher sanft?
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Hündinnen und Rüden bringen unterschiedliche Herausforderungen mit sich. - Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Das typische Verhalten von Rüden und Hündinnen ist evolutionsbedingt.
  • Die Rasse hat einen grösseren Einfluss auf den Charakter als das Geschlecht.
  • Eine gute Erziehung hilft auch in geschlechtstypischen Problemsituationen.

Innerhalb eines Hunderudels hat jedes Mitglied eine Aufgabe, die dem Rudel zu überleben hilft. Die Rüden übernehmen die Reviersicherung und die Verteidigung nach aussen.

Die Hündinnen haben innerhalb des Rudels das Sagen und kümmern sich um die Aufzucht der Jungtiere. Dieses angeborene Verhalten übertragen die Hunde auf das Zusammenleben mit dem Menschen.

Rauflustige Rüden?

Rüden gelten als dominant, aggressiv und rauflustig. Im Allgemeinen treten sie tatsächlich sicher und selbstbewusst, manchmal sogar machohaft auf.

Dieses Verhalten dient dazu, möglichen Eindringlingen im Revier deutlich zu machen, dass sie hier nichts verloren haben. Selbstsichere Hunde lassen sich jedoch nicht so schnell provozieren und belassen es bei ihrem einschüchternden Gehabe.

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Rüden sind meist dominanter als Weibchen. - Unsplash

Kommt es trotzdem zu Auseinandersetzungen, verlaufen diese meist glimpflich. Ist der Geschlechtstrieb stark ausgeprägt, markieren die Rüden häufig ihr Revier und streunen auch gerne mal auf der Suche nach läufigen Hündinnen umher.

Harmoniebedürftige Hündinnen?

Hündinnen scheinen sanfter, familienbezogener und anhänglicher zu sein. Doch auch sie haben evolutionsbedingt eine klare Aufgabe: Sie sind zweimal im Jahr läufig und paarungsbereit.

In dieser Zeit können sie sehr zickig und launenhaft sein. Da sich nur die ranghöchsten Hündinnen verpaaren dürfen, kann es auch hier zu Kämpfen kommen.

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Während der Läufigkeit können Hündinnen zickig werden. - Unsplash

Diese enden dann oft wesentlich schlimmer als die der Rüden. Auf die Läufigkeit kann eine Scheinschwangerschaft folgen, die ein sehr mütterliches, beschützendes und verteidigendes Verhalten hervorrufen kann.

Rasse und Erziehung beeinflussen das Verhalten

Die Erfahrungen vieler Hundebesitzer zeigen allerdings, dass das Geschlecht keine Zuverlässigen Schlüsse auf das Verhalten ihrer Vierbeiner zulassen.

Neben dem Charakter spielen für das Verhalten auch Aufzucht und Erziehung eine grosse Rolle. Mit einer liebevollen und konsequenten Erziehung ist ein harmonisches Zusammenleben mit beiden Geschlechtern möglich.

Des Weiteren beeinflusst die Rasse die Charaktereigenschaften viel mehr als das Geschlecht. Das Geschlecht sollte somit nicht ausschlaggebend bei der Wahl eines Hundes sein.

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