Trauern: Wenn das Haustier stirbt

    Nau Lifestyle
    Nau Lifestyle

    Bern,

    Haustiere gehören zur Familie. Stirbt das Haustier oder muss man es gar einschläfern , schmerzt das. Sterben, Tod und Trauer bewusst zu gestalten, kann helfen.

    Grabstein Katze
    Stirbt das geliebte Haustier, trauert meist die ganze Familie. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trauern ist wichtig – auch um ein Haustier.
    • Das gilt besonders dann, wenn das Haustier eingeschläfert werden muss.
    • Bewusst Abschied nehmen hilft – z. B. mit Ritualen, einem Begräbnis und aktivem Erinnern.

    Haustiere schlafen selten in einem gesegneten Alter friedlich ein. Oft fällt nach längerem Leiden trotz Therapie die Entscheidung, den Vierbeiner einzuschläfern.

    Dann kommt es darauf an, diesen Moment möglichst erträglich zu gestalten – auch für die Halter. Besonders, wenn Kinder in der Familie sind.

    Eltern können ihnen im Vorfeld erklären, dass das Tier nun nicht mehr so stark leiden solle, heisst es in der «Apotheken Umschau» (Ausgabe 11B/2021).

    Manche Kinder möchten vielleicht bei der erlösenden Spritze dabei sein und das Tier bis zum Schluss streicheln. Oft wollen sie allerdings den Sterbeprozess laut Zeitschrift nicht mitansehen.

    In der Zeit sollte sich jemand bewusst um sie kümmern.

    Begräbnis im Garten

    Eltern können ihren Kindern auch zeigen, dass sie selbst zwar sehr traurig, aber weiter für sie da sind.

    So beziehen die Kinder die Traurigkeit von Mama oder Papa nicht auf sich, sondern verbinden sie mit dem Tod des Tieres.

    Zum bewussten Abschiednehmen kann auch ein feierliches Begräbnis gehören.

    Grabstein Haustier
    Ein Begräbnis für das Haustier kann beim Abschiednehmen helfen. - Unsplash

    Ist der Kadaver 50 Zentimeter mit Erde bedeckt, dürfen Haustiere auch im eigenen Garten beerdigt werden.

    Ausnahme: Das Tier hatte eine ansteckende Krankheit oder hat Medikamente bekommen, die das Grundwasser belasten.

    Erinnerungsstücke behalten

    Im Alltag wird das fehlende Tier oft schmerzhaft vermisst. Dann ist es wichtig, sich selbst etwas Gutes zu gönnen. Tiertrauergruppen helfen manchem beim Trauerprozess. Freunde können für trauernde Tierhalter da sein und für schöne gemeinsame Momente sorgen.

    Nach einigen Wochen fühlen sich verwaiste Frauchen oder Herrchen meist wieder in der Lage, den Alltag ohne Tier neu zu gestalten. Erinnerungen und konkrete Erinnerungsstücke helfen, nach vorne zu sehen und trotzdem die Verbindung zum gemeinsam Erlebten zu behalten.

    Und manchmal ist dann auch die Zeit reif für ein neues Haustier.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Schwarzer Hund
    47 Interaktionen
    Fokus Tier
    Katze im Bett
    28 Interaktionen
    Fokus Tier
    Hund auf Boden
    14 Interaktionen
    Nau liebt Tiere
    Thurgau Travel
    Keine 0815-Reise

    MEHR TIERFREUNDE

    Südenglischer Zoo
    «Starke Bindung»
    Riesenseeadler
    Für Tierfreunde
    assistenzhund
    12 Interaktionen
    Tabu für Tierfreunde
    Frettchen
    11 Interaktionen
    Nau.ch Haustiere

    MEHR AUS STADT BERN

    Andrea Zryd Frauen-Eishockey-WM
    6 Interaktionen
    Wie bei WEURO
    asd
    2 Interaktionen
    Tourismus
    Mathias Zopfi Reto Nause
    62 Interaktionen
    «Politmarketing»