Wallis plant weiterhin nur einen Platz für Fahrende

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    Sierre,

    Das Wallis will weiterhin nur einen Durchgangsplatz für Fahrende betreiben. Der heutige Standort in Martigny soll jedoch nach Charrat verlegt werden. Dies hat der Staatsrat am Donnerstag bekanntgegeben.

    Im April 2025 blockierte die Walliser Polizei eine Gruppe von Fahrenden aus Frankreich mit rund 50 Wohnwagen auf der Autobahn A9. (Archivbild)
    Im April 2025 blockierte die Walliser Polizei eine Gruppe von Fahrenden aus Frankreich mit rund 50 Wohnwagen auf der Autobahn A9. (Archivbild) - KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

    Die Kantonsregierung begründet ihren Entscheid unter anderem damit, dass der Bund auf ein nationales Konzept für Durchgangsplätze verzichtet habe. Zudem müsse der Kanton seit Inkrafttreten des neuen Strassengesetzes die Baukosten für solche Anlagen vollständig selbst tragen, so der Staatsrat.

    Im November 2025 hatte der Grosse Rat einen Vorstoss abgelehnt, der Stand- und Durchgangsplätze in allen drei Regionen des Kantons verlangt hatte.

    Mit dem neuen Standort in Charrat will der Kanton die Bewirtschaftung des Platzes optimieren und die Bedingungen für Fahrende verbessern. Dort ist in Autobahnnähe ein neuer Platz für 39 Wohnwagen vorgesehen.

    Die Inbetriebnahme ist für März 2030 vorgesehen. Voraussetzung ist, dass das Projekt nicht durch Einsprachen verzögert wird. Charrat ist ein Nachbarort von Martigny.

    Grosseinsatz der Polizei

    Dass die beschränkten Kapazitäten zu Problemen führen können, zeigte sich im April 2025. Damals stoppte die Walliser Kantonspolizei auf der A9 bei St. Maurice eine Gruppe von Fahrenden aus Frankreich mit rund 50 Wohnwagen. Der einzige offizielle Durchgangsplatz des Kantons war zu diesem Zeitpunkt vollständig belegt.

    Die Polizei sperrte die Autobahn und verhinderte die Weiterfahrt der Gruppe ins Wallis. Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen im Einsatz. Die Fahrenden verliessen den Kanton am selben Abend wieder.

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    Kommentare

    User #3926 (nicht angemeldet)

    Niemand muss in der heutigen Zeit noch so leben!

    User #2478 (nicht angemeldet)

    Würden sie mehr Geld dort hinbringen, als dass sie den Kanton kosten, würde die Lösung auch ganz anders aussehen....

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