Weiterbildung: So nutzen Sie die Sommerzeit für den Karrieresprung

    Redaktion
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    Bern,

    In vielen Büros steht im Sommer die Zeit fast still. Das eröffnet eine Chance, die sich im Herbst auszahlt. Es wird Zeit, sich weiterzubilden.

    Weiterbildung
    Die Sommerzeit für den Karrieresprung ist die beste Zeit. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die ruhigen Sommerwochen eignen sich gut für eine berufliche Weiterbildung.
    • Wer sie nutzt, startet im Herbst mit besseren Chancen für den Karrieresprung.
    • Es macht Sinn, in kleinen Etappen zu lernen.

    Ende Juli sieht das Büro oft anders aus. Halbe Etagen sind leer, das Postfach füllt sich langsamer. Es sind Sommerferien und die Kollegen sind samt Familie im Urlaub. Diese Ruhe kann perfekt genutzt werden. Wer den Sommer für eine Weiterbildung nutzt, kommt im Herbst weiter.

    Im Tagesgeschäft fehlt schlicht der Kopf dafür. Im Sommer aber ist dieser Kopf eher frei. Deshalb ist jetzt ein guter Moment, sich für eine Weiterbildung anzumelden.

    Nach den Ferien zieht das Tempo im Betrieb wieder an. Projekte starten neu, Budgets werden verteilt, Stellen ausgeschrieben. Oft fallen auch die Jahresgespräche in diese Wochen. Wer dann etwas vorzuweisen hat, redet anders über seine Zukunft.

    Bilden Sie sich im Sommer / Herbst weiter?

    Weiterbildung: Der Aufwand kann sich lohnen

    Dass sich der Aufwand lohnt, belegt die Statistik der Universität Bern. In einer Studie von 2025 wird deutlich, dass eine berufsbezogene Weiterbildung das Jahreseinkommen um circa drei Prozent anhebt.

    Arbeit
    Wer sich weiterbildet, hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. - Depositphotos

    Gleichzeitig sinkt das Risiko, arbeitslos zu werden, um etwa zwei Prozentpunkte. Besonders profitieren Erwerbstätige mit tieferem Einkommen. Die Untersuchung gilt als erste mit Langzeitdaten für die Schweiz.

    Nachfrage an digitalen Präsenzkursen

    Wie der Schweizerische Verband für Weiterbildung im Branchenmonitor von 2025 festhält, bleiben Nachfrage und Angebot leicht im Plus. Im Jahr 2024 dominierten digital ergänzte Präsenzkurse mit 53 Prozent. Es macht also Sinn, sich an solchen Weiterbildungen zu bewerben.

    Doch wo können wir anfangen? Am besten mit einer ehrlichen Frage an sich selbst. Wohin soll es beruflich gehen, und was fehlt dafür? Aus dieser Antwort wird das Thema Ihrer Weiterbildung.

    Weiterbildung
    Wer sich weiterbilden will, sollte vorher den Arbeitgeber fragen. - Depositphotos

    Achten Sie darauf, dass das Thema zu Ihrem Weg passt. Ein Kurs wirkt stärker, wenn er eine konkrete Lücke schliesst.

    Fragen Sie ruhig im Team, welche Fähigkeiten bald gebraucht werden. So wird aus einer Idee ein gezielter Plan. Auch eine Nachfrage beim Chef kann durchaus Sinn machen.

    Diese Weiterbildungen sind gefragt

    Vor allem digitale Fähigkeiten sind weiterhin gefragt. Datenanalyse, Projektmanagement und der Umgang mit KI stehen weit oben. Aber auch Führung und Sprachen öffnen Türen.

    Beim Format haben Sie die Wahl. Kurze Online-Module bringen einen schnellen Einstieg. Für einen Abschluss bietet sich ein CAS an einer Fachhochschule oder Universität an.

    Auch die höhere Berufsbildung mit eidgenössischen Prüfungen ist ein Weg. Rechnen Sie mit einigen Stunden pro Woche über zwei bis drei Monate.

    Lieber kleine Etappen, statt auf einmal so viel

    Sogenannte Micro-Credentials bündeln kleine Lerneinheiten zu einem handfesten Beleg. So entstehen Etappen statt einer einzigen Hürde. Das passt zu einem Sommer, der ja auch Pausen verdient.

    Etappen
    In kleinen Etappen in der Gruppe zu lernen, kann Spass machen. - Depositphotos

    Bleibt die Frage nach dem Geld. Viele Arbeitgeber zahlen mit, wenn das Thema zum Betrieb passt. Bei Kursen zu eidgenössischen Prüfungen übernimmt der Bund bis zu 50 Prozent. Manche Kantone helfen zusätzlich mit Beiträgen oder Bildungsgutscheinen.

    Sprechen Sie das Geld früh an, das spart später Stress. Viele Lehrgänge starten im Herbst, die Fristen laufen im Juli und August. Wer jetzt vergleicht und sich anmeldet, sichert sich den Platz.

    Keine «Zauberei» erwarten

    Eine Weiterbildung ist keine Garantie dafür, dass Sie eine neue Position erhalten. Sie ersetzt keine Erfahrung und keine gute Bewerbung. Sie verbessert aber Ihre Ausgangslage spürbar. Bleiben Sie ehrlich beim Umfang, sonst leidet die Erholung.

    Weiterbildung
    Mit einer guten Weiterbildung können Sie andere Jobs finden. - Depositphotos

    Halten Sie das Ergebnis sichtbar fest. Ein Zertifikat gehört in den Lebenslauf und ins Profil. Das fällt im Herbst auf, wenn viele Stellen frei werden. Nebenbei lernen Sie Fachleute kennen, die später Türen öffnen.

    Kommentare

    User #6259 (nicht angemeldet)

    Das ganze Jahr hart am malochen und dann noch in den Sommerferien weiterbilden...eine kranke Welt!

    User #5304 (nicht angemeldet)

    Bringt nix ohne entsprechende Stellen. Geht nach Hause oder in die Ferien.

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