Weiterbildung: Ergonomie am Arbeitsplatz – Rücken & Augen schonen
Der Nacken zwickt, die Augen brennen und der Rücken meldet sich. Jetzt könnte eine Weiterbildung rund um die Ergonomie am Arbeitsplatz wahre Wunder bewirken.

Das Wichtigste in Kürze
- Langes Sitzen und Bildschirmarbeit belasten Rücken und Augen zugleich.
- Mit kleinen Tipps lassen sich die Augen und der Rücken schonen.
- Eine Weiterbildung rund um die Ergonomie kann sich für ein Unternehmen lohnen.
Der Bürostuhl quietscht, der Nacken zwickt, die Augen schmerzen. Viele kennen dieses Gefühl am späten Nachmittag. Wer täglich am Bildschirm sitzt, belastet Körper und Augen oft stärker als gedacht.
Das Thema Ergonomie klingt technisch, meint aber etwas Einfaches: Die Arbeit soll sich dem Menschen anpassen, nicht umgekehrt.
Wie das Bundesamt für Statistik in der Gesundheitsbefragung 2022 zeigt, verbringt die Bevölkerung ab 15 Jahren im Schnitt rund fünf bis sechs Stunden pro Tag im Sitzen. Das ist viel. Der Rücken kann diese Dauerhaltung nicht lange aushalten und reagiert mit Verspannungen.
Auch der Bund beobachtet die Folgen genau. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft in seinem Bericht von 2024 festhält, berichten rund 18 Prozent der abhängig Erwerbstätigen über starke körperliche Beschwerden. Muskeln, Gelenke und der Bewegungsapparat stehen dabei im Zentrum.
Wie sieht ein rückenfreundlicher Arbeitsplatz konkret aus?
Der Stuhl sollte in Höhe und Neigung verstellbar sein. Die Füsse stehen flach auf dem Boden, die Knie bilden etwa einen rechten Winkel.
Der Bildschirm steht auf Augenhöhe, die oberste Zeile liegt knapp darunter. Tastatur und Maus bleiben locker in Reichweite, die Unterarme ruhen entspannt.

Wichtig ist zudem das dynamische Sitzen. Die Haltung darf ruhig öfter wechseln, vorne, hinten, mal ganz aufrecht. Ein höhenverstellbarer Tisch kann zusätzlich helfen, dass wir bequem im Stehen und Sitzen arbeiten können.
Wer zwischendurch aufsteht, entlastet die Bandscheiben und regt den Kreislauf an. Der Körper ist für Bewegung gebaut, nicht für Stillstand.
Fehlstellungen können zu Beschwerden führen
Wenn Sie im Homeoffice beispielsweise über mehrere Wochen eine Weiterbildung machen, kann es schnell zu einer Fehlstellung beim falschen Sitzen führen.
Der Laptop wird als Arbeitsplatz zusammen mit dem Küchentisch genutzt und der Rücken macht sich schnell bemerkbar. Deswegen gilt: Auch zu Hause im Homeoffice müssen Sie Fehlstellungen vermeiden, damit der Rücken nicht leidet.
Ein weiterer Punkt wird gerne unterschätzt: Die Augen. Bildschirmarbeit fordert das Sehsystem stark, weil der Blick fast immer dieselbe Distanz hält. Die Folge sind trockene, müde oder gereizte Augen. Hier hilft eine einfache Regel, bekannt als 20-20-20-Methode.

Alle 20 Minuten schaut man für 20 Sekunden in die Ferne. Rund sechs Meter Abstand genügen bereits. Bewusstes Blinzeln befeuchtet die Augen zusätzlich. Trockene Raumluft verstärkt das Problem: Eine Pflanze oder ein Luftbefeuchter kann spürbar helfen.
Auch das Licht spielt eine grosse Rolle. Der Bildschirm gehört nicht direkt vor ein Fenster, sonst blendet das Gegenlicht. Reflexe und harte Kontraste ermüden die Augen schneller. Eine ruhige, gleichmässige Beleuchtung schont das Sehen über den ganzen Tag. Wer oft Beschwerden hat, lässt die Augen fachlich prüfen.
Ergonomische Weiterbildung
Viele Betriebe bieten heute eine Weiterbildung zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung an. Solche Kurse zeigen, wie man Stuhl, Tisch und Bildschirm richtig einstellt. Gerade im Homeoffice fehlt oft das Wissen über eine gesunde Haltung. Eine kurze Weiterbildung schliesst diese Lücke schnell und günstig.

Eine Weiterbildung lohnt sich nicht nur für die Angestellten. Auch Vorgesetzte profitieren, wenn sie ergonomische Grundlagen kennen. Wer sein Team schult, senkt Krankheitstage und stärkt die Zufriedenheit.
Gesunde Mitarbeitende fehlen seltener und arbeiten konzentrierter. Für Betriebe sind ergonomische Massnahmen daher eine kluge Investition. Sie kosten wenig und wirken über Jahre hinweg.
Regelmässige Pausen einhalten
Auch wenn es im ersten Moment so aussieht, als wenn Sie nicht richtig arbeiten, sind kurze Pausen wichtig. Sie halten die Konzentration hoch und den Rücken locker. Schon zwei bis drei Minuten Bewegung pro Stunde helfen. Der Blick aus dem Fenster tut Augen und Kopf gleichermassen gut.

Insgesamt zählt die Summe der einzelnen kleinen Tätigkeiten für die Ergonomie am Arbeitsplatz. Ein Telefonat im Stehen, ein Gang zum Drucker, eine kurze Dehnung. Kombiniert man Bewegung, gutes Licht und eine passende Weiterbildung, entsteht ein Platz, der Rücken und Augen wirklich schont.















