Weiterbildung in KI: Was Sie wirklich können müssen
KI-Kurse boomen, doch nicht jedes Versprechen hält Stand. Wer nicht die nötigen Fähigkeiten hat, kann eine entsprechende Weiterbildung machen.

Das Wichtigste in Kürze
- KI-Tools werden heute gerne genutzt, um den Arbeitsalltag zu erleichtern.
- Beim Einsatz von KI müssen Sie jedoch stets eine Kontrollfunktion übernehmen.
- Fangen Sie klein an, um Fehler zu vermeiden.
Wer heute noch gemütlich mit einem alten Word arbeitet, nicht in der Cloud ist und sich auch vor KI scheut, wird in einigen Jahren Probleme bekommen. Bereits jetzt werden Prozesse und Aufgaben durch die KI übernommen. Ob Chatbot, KI-Song oder sogar die eigene KI-Stimme, die Auswahl ist gross.
Wer aber blind darauf vertraut, dass die KI den Job übernimmt, hat das System nicht verstanden. So kommt es vermehrt zu falschen Texten mit seltsamen Formulierungen, Jahreszahlen oder Zitaten. So wird ein Fluss in der Schweiz schnell zum Fluss in Italien. Deswegen ist es umso wichtiger, sich mit den verschiedenen Systemen auseinanderzusetzen.
Klar formulieren ist die eigentliche Schlüsselkompetenz
Die wichtigste Fähigkeit im Umgang mit KI ist also nicht technischer, sondern sprachlicher Natur. Wer eine Aufgabe präzise beschreiben kann, erhält brauchbare Resultate.

Nennen Sie Rolle, Ziel, Zielpublikum, statt lediglich ein Stichwort in das Eingabefeld zu tippen. Liefern Sie ein Beispiel mit, wenn Sie eine bestimmte Form erwarten, und arbeiten Sie das Ergebnis anschliessend in mehreren Runden nach.
Diese Arbeitsweise ähnelt einem sorgfältigen Briefing an eine neue Mitarbeiterin oder einen neuen Mitarbeiter. Doch Vorsicht! Zu viel ist auch nicht gut. Die KI-Programme können bereits selber Verknüpfungen
Weiterbildung: Ergebnisse prüfen
Wenn Sie in Ihrer Firma mit einer KI arbeiten, ist also Kontrolle wichtig. Kontrollieren Sie Fakten an der Originalquelle und nicht an einer zweiten KI-Antwort, die denselben Fehler bloss wiederholen könnte. Und warum, wenn die KI doch für einen arbeiten soll?

Ganz einfach, weil die Modelle zwar gut sind, aber auch nur Daten von anderen Webseiten prüfen. Ist dort ein Fehler, kann dieser Fehler immer weitergetragen werden. Beispiel von oben: Aus einem Fluss aus Italien wird ein Fluss in der Schweiz. Nicht, weil die KI es «böse» meint, sondern weil irgendwo ein Auflistungsfehler entstanden ist.
In Prozesse denken statt Einzelaufgaben lösen
Der grösste Nutzen entsteht selten bei der einzelnen E-Mail, sondern bei wiederkehrenden Abläufen mit viel Ordnungsarbeit. Fragen Sie sich, welche Tätigkeit Sie jede Woche mehrfach erledigen und an welcher Stelle dabei regelmässig Zeit verloren geht.
Protokolle, Zusammenfassungen, Übersetzungen, erste Entwürfe und Recherchen eignen sich erfahrungsgemäss besonders gut für einen unterstützenden Einsatz.
Wer diese Abläufe erkennt, spart oft einiges an Zeit. Doch auch hier bleibt wieder zu vermerken, dass Ausgaben der KI immer mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden müssen.
Das passende Angebot finden
Der Markt für KI-Kurse ist in der Schweiz unübersichtlich geworden, und die Qualität schwankt zwischen den Anbietern erheblich. Kurze Einführungen von wenigen Stunden reichen für den Einstieg in den Arbeitsalltag in vielen Fällen bereits aus.

Fachhochschulen und Universitäten bieten daneben längere Weiterbildungen an, die sich eher an Führungskräfte und Fachverantwortliche richten. Prüfen Sie vor der Anmeldung, ob praktische Übungen einen grossen Teil des Programms ausmachen, denn reine Vortragsveranstaltungen bringen wenig.
Wer keine Weiterbildung machen will, kann sich selbst die Programme beibringen. Hier ist es zunächst zwar schwer zu unterscheiden, doch mit der Zeit bildet sich eine Grundstruktur. Sie lernen, verschiedene Programme zu nutzen, und bilden sich selbst weiter.
Stück für Stück zum Profi werden
Sie müssen keine Expertin und kein Experte werden, um von künstlicher Intelligenz im Beruf zu profitieren. Wählen Sie eine einzige Aufgabe aus Ihrem Alltag und arbeiten Sie zwei Wochen lang konsequent damit.

Notieren Sie dabei, was gelingt, was misslingt und an welcher Stelle Sie jedes Mal nachbessern mussten.
Aus dieser Erfahrung ergibt sich fast von selbst, welche Lücke eine Weiterbildung bei Ihnen künftig schliessen soll. Den Rest können Sie dann in einer fachlichen Weiterbildung erlernen und so für die Zukunft gewappnet sein.















