Weiterbildung: Rechtzeitig für die Prüfung lernen

Marcel Winter
Marcel Winter

Bern,

Mit kluger Planung, aktiven Methoden und Pausen meistern Sie Ihre Weiterbildung in der ganz einfach und das trotz hoher beruflicher Belastung.

Weiterbildung
Wer eine Weiterbildung oder Prüfung absolvieren möchte, muss rechtzeitig mit dem Lernen beginnen. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Strukturierte Lernpläne steigern den Erfolg und verringern das Stresslevel.
  • Um konzentriert zu bleiben, sind regelmässige Erholungspausen wichtig.
  • Es ist wichtig, sich an erzielte Fortschritte zu erinnern und motiviert zu bleiben.

Wer später einen guten Beruf ausüben möchte, muss sich natürlich auch immer wieder fortbilden. Wenn wir erst einmal eine Arbeitsstelle angenommen haben, ist der Druck, eine Weiterbildung zu machen, oft gross.

Viele Erwerbstätige entscheiden sich neben dem Beruf für eine Weiterbildung, eine eidgenössische Prüfung oder eine spezifische fachliche Zertifizierung. Doch die Doppelbelastung aus anspruchsvollem Job, privaten Verpflichtungen und intensivem Lernen führt nicht selten an die Grenze der persönlichen Belastbarkeit.

Ohne Struktur fallen wir schon nach kurzer Lernzeit in ein Loch. Dieses Loch kann Depressonen fördern und wir stoppen die Weiterbildung. Damit wir das verhindern können, brauchen wir eine genaue Planung.

Können Sie unter Stress gut lernen?

Unser Gehirn braucht kleine Pausen

Der grösste Fehler bei einer berufsbegleitenden Weiterbildung ist es, dass wir versuchen die Lerninhalte mit einem Mal zu verinhaltlichen. Dabei benötigt unser Gehirn immer wieder kleine Pausen, um die Informationen auch richtig zu verarbeiten.

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Damit unser Gehirn lernbereit bleibt und Inhalte besser verarbeiten kann, braucht es kleine Pausen. - Depositphotos

Eine Studie der Universität Zürich von 2024 zeigt, dass frühzeitige Planung einen messbaren Einfluss auf unser Stressempfinden haben können. Forschende untersuchen, wie Menschen auf hohe Anforderungen reagieren und welche Strategien helfen, psychische Belastung zu reduzieren.

Es ist daher unbedingt wichtig, sich realistische Ziele zu setzen. Sind die Ziele zu hoch und erreichen wir diese nicht, kann die Motivation sinken.

Setzen Sie sich realistische Tagesziele und belohnen Sie sich nach getaner Arbeit, um die Motivation über Monate hinweg hochzuhalten. Da reicht schon ein gutes Essen, Kaffee, oder einfach eine runde an der Konsole zocken.

Weiterbildung: Aktive Lernmethode nutzen

Viele Studierende neigen dazu, Skripte mehrmals zu lesen oder wichtige Textstellen lediglich mit einem farbigen Leuchtstift zu markieren.

Doch der Schein, Dinge bereits verinnerlicht zu haben, trügt. Oft merken wir uns farbig markierte Dinge nur kurz. Deutlich besser ist es deshalb, sich mit Karteikarten eigene Kontrollfragen zu stellen.

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Obwohl das klassische Lernen oft bevorzugt wird, bieten Tools im Internet entsprechende Kurse und Lerninhalte an. - Depositphotos

Moderne Lernprogramme arbeiten häufig mit der Methode der sogenannten «Spaced Repetition». Dabei werden Inhalte in bestimmten Zeitabständen wiederholt, um das Langzeitgedächtnis gezielt zu stärken.

Die Bedeutung von Regeneration und Schlaf

Wenn wir viel lernen, benötigen wir auch entsprechend viel Schlaf. Zu lange Lernzeiten sind eher kontraproduktiv. Das Gehirn sortiert die gelernten Inhalte primär während der verschiedenen Schlafphasen und speichert sie dauerhaft ab.

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Ausreichend Schlaf ist wichtig, damit wir Gelerntes besser aufnehmen können. - Depositphotos

Ohne ausreichende Erholung sinkt die Konzentrationsfähigkeit ganz schnell und wir fühlen uns schlapp am nächsten Morgen. Auch Mentaltraining oder Atemübungen können dabei helfen, die hohen Leistungserwartungen besser zu verarbeiten.

Vorberietungskurse oder Lerngruppen nutzen

Das Schweizer Bildungssystem bietet durch seine Durchlässigkeit und die starke Praxisorientierung hervorragende Bedingungen für eine erfolgreiche berufliche Weiterentwicklung.

Viele Lehrgänge sind heute modular aufgebaut. Das bedeutet, dass Sie Ihr Lerntempo besser an Ihre aktuelle Arbeitssituation anpassen können. Wenn es im Job gerade stressig ist, können Sie langsamer lernen. In ruhigeren Phasen lässt sich der Stoff dafür intensiver bearbeiten.

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Weiterbildung: Wenn man sich gemeinsam auf die nächste Prüfung vorbereitet, erhält man oft einen Motivationsschub. - Depositphotos

Nutzen Sie auch Vorbereitungskurse oder Lerngruppen. Der Austausch mit anderen Teilnehmenden hilft oft, schwierige Themen besser zu verstehen. Gleichzeitig profitieren Sie von Dozentinnen und Dozenten, die ihre Erfahrungen direkt aus der Praxis einbringen.

In der Schweiz unterstützen viele Arbeitgeber Weiterbildungen. Häufig übernehmen sie einen Teil der Kosten oder gewähren zusätzliche freie Tage für die Prüfungsvorbereitung. Es lohnt sich daher, frühzeitig mit der Vorgesetzten oder dem Vorgesetzten über die bevorstehende Weiterbildung zu sprechen. So lässt sich die Arbeitsbelastung in der intensiven Prüfungsphase oft besser planen.

Langfristig motiviert bleiben

Wenn der Abgabetermin näher rückt, steigt das Stresslevel oft sprunghaft an, was zu Blockaden oder gar Prüfungsangst führen kann. In solchen Momenten ist es wichtig, sich auf die bereits erzielten Fortschritte zu besinnen und den Fokus beizubehalten.

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Um langfristig motiviert zu bleiben, dürfen wir keine Angst vor Prüfungen oder Abgabeterminen haben. - Depositphotos

Jetzt wird es Zeit schon zu visuliaisieren, was man alles schon geschafft hat. Ein gesundes Mass an Gelassenheit ist oft der entscheidende Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg in einer mündlichen Prüfung entscheidet. Denken Sie daran, dass eine Weiterbildung eine Investition in Ihre eigene Zukunft ist, die sich langfristig immer auszahlen wird.

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