Berner staunen über grüne Säcke an Bäumen
Stadtgrün Bern setzt bei der Pflege der Bäume unter anderem auf Wassersäcke. In Zukunft sollen die Pflanzen noch effizienter und nachhaltiger versorgt werden.
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Das Wichtigste in Kürze
- In der Stadt Bern werden Bewässerungssäcke bei Jungbäumen eingesetzt.
- Die Methode ist in der Praxis nicht unumstritten.
- Via Social Media erklärt Stadtgrün Bern die Vorteile der Wasserbeutel.
In der Stadt Bern fallen aktuell grüne Säcke am Strassenrand auf. Dabei handelt es sich um sogenannte «Treegator», welche für die Bewässerung von Bäumen eingesetzt werden.
Sogar auf Social Media werden die Kunststoff-Säcke zum Thema. Ein Facebook-User postet ein Bild eines Exemplars am Breitenrainplatz in die Gruppe «Bern nach Quartieren». Die Methode der Bewässerung betitelt er im Beitrag als «genial».

Und auch in der Kommentarspalte wird gestaunt. «Habe ich auch noch nie gesehen, faszinierend», schreibt eine Userin. «Find ich jetzt echt klasse», ist weiter zu lesen.
Tatsächlich ist der Einsatz von Baumbewässerungsbeutel nicht unumstritten. Zumal die Säcke aus Plastik sind, was Fragen bezüglich Nachhaltigkeit aufwirft. Weiter sind hochwertige Modelle auch nicht günstig.
Stadtgrün Bern ist verantwortlich für die Pflege der öffentlichen Grünflächen in der Bundesstadt.
Auf den Social-Media-Kanälen werden Interessierte über die Bewirtschaftung der Pflanzen aufgeklärt. Über den Einsatz von Wassersäcken postet Stadtgrün Bern auf Instagram sogar ein Video.

Und via LinkedIn wird die Methode noch weiter erläutert. «Wassersäcke sind für uns nicht die finale Lösung, aber ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Anwuchsphase. Abhängig von Baumart und Standort setzen wir sie während rund drei Jahren ein», schreibt Stadtgrün Bern.
«Unterstützen Baum beim Anwachsen»
Im ersten Jahr werden die Säcke direkt am Stamm befestigt. «Das Wasser tritt dabei langsam und tröpfchenweise aus und hält den Wurzelballen gleichmässig feucht. So unterstützen wir den jungen Baum beim Anwachsen. Die Gefahr von Stammfäule konnten wir dabei in unserer Praxis bisher nicht beobachten», heisst es.

Im zweiten Jahr bringen die Gärtner die Beutel dann an den Pfählen neben dem Baum an. «Dadurch wird das Wasser weiter aussen abgegeben und die Wurzeln werden angeregt, sich stärker in die Umgebung auszubreiten.»
Damit sich junge Stadtbäume erfolgreich etablieren, müsse die Bewässerung an ihre jeweilige Entwicklungsphase angepasst werden. Das zeige die Praxis, so Stadtgrün Bern.
Verbesserungspotenzial ist aber offenbar weiterhin vorhanden. «Die Frage bleibt, wie wir Stadtbäume künftig noch effizienter und nachhaltiger mit Wasser versorgen können.»








