Die Schweiz ist durch sprachliche Vielfalt geprägt. Wir zeigen Ihnen, wie auch Sie einfach von Zuhause Ihr Sprachrepertoire erweitern – ohne Weiterbildung.
Weiterbildung Sprache lernen
Um sich ein Grundvokabular einer Sprache anzueignen, braucht es nicht zwingend einen teuren Sprachkurs. - Pexels
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Das Wichtigste in Kürze

  • Reisen, kulturelles Interesse oder Freunde – Gründe zum Sprachen lernen gibt es viele.
  • Englisch und Portugiesisch sind in der Schweiz die am häufigsten gesprochenen Fremdsprache
  • Ein teurer Sprachaufenthalt oder -kurs ist je nach Zielen dabei nicht immer notwendig.

Einen Teller Spaghetti Carbonara oder ein Glas «vino tinto» in der richtigen Sprache bestellen? Wer in der Vergangenheit bereits einen Sprachaufenthalt gemacht oder einen Kurs besucht hat, wird damit keine Probleme haben. Die gute Nachricht: Es geht auch einfacher.

750 Wörter – So viele braucht ein Muttersprachler durchschnittlich pro Tag. Für die Grundverständigung braucht es sogar noch weniger, nämlich rund 250 Wörter. Mit einem Basiswortschatz sollten Sie sich im Alltag gut verständigen können. Die Anzahl Wörter dafür variieren je nach Sprache ungefähr zwischen 1000 und 2000 Wörtern.

Dank des immensen Angebots des Internets müssen Sie für Ihr Lernabenteuer nicht um den halben Globus reisen. Wir verraten Ihenn, wie Sie ganz gemütlich von Zuhause Ihr Vokabular erweitern.

Tipp 1: Apps als Freund und Helfer

Mittlerweile gibt es zahlreiche App-Dienstleister, mithilfe derer Sie sich ein Basiswissen der Sprache deiner Wahl aneignen können. Zwei bekannte Anbieter sind Babbel und Duolingo.

Mit ersterem haben Sie die Wahl aus 14 verschiedenen Sprachen. Für ein Jahresabo zahlen Sie knapp acht Franken pro Monat für jeweils eine Sprache. Zudem haben Sie auch die Möglichkeit, Online-Unterricht in kleinen Gruppen zu besuchen.

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Handy und Internet machen das Sprachenlernen einiges einfacher. - Pexels

Mit Duolingo können Sie sich als deutschsprachige Person derzeit Englisch-, Französisch- und Italienischkenntnisse aneignen. Für englischsprachige ist die Auswahl mit über 30 Sprachen um einiges grösser. Der grosse Vorteil: Die Basisdienstleistung ist kostenlos.

Tipp 2: Medien konsumieren

Das Wichtigste beim Sprachen lernen ist, dass Sie nicht nur fünf Minuten täglich ein paar Übungen machen. Vielmehr sollten Sie so oft wie möglich damit in Berührung kommen. In der jeweiligen Sprache Musik hören erfordert zum Beispiel noch nicht viel Verständnis. Das Erfolgserlebnis, wenn Sie Teile der Songtexte aber einordnen können, ist umso grösser.

Haben Sie eine berufliche Weiterbildung besucht?

Gerade wenn Sie sich anderweitig schon ein gewisses Niveau angeeignet haben, können Filme auf Netflix und Co. eine gute Methode sein, um Ihr Sprachverständnis zu trainieren. Wenn es noch etwas zu schwierig ist, machen Sie einfach von Untertiteln Gebrauch (im Idealfall natürlich ebenfalls in der Fremdsprache).

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Lesen eignet sich nicht nur optimal, um eine Sprache zu lernen, sondern stärkt gemäss Voltaire auch die Seele. - Pexels

In dieselbe Sparte – und enorm effektiv – sind Bücher oder Zeitschriften. Fangen Sie je nach Niveau am besten mit Kinder- oder Jugendbüchern an. Das motiviert Sie sicherlich mehr als ein 600-seitiger-Roman.

Tipp 3: Sprachkurse mit Youtube und Podcasts

Dank Youtube, Spotify oder Apple Podcast können Sie einerseits Medienformate in der Sprache der Begierde schauen, respektive hören. Zusätzlich gibt es mittlerweile auch Lerninhalte, bei denen Sie ähnlich wie bei einem Sprachkurs verschiedene Facetten einer Sprache erklärt bekommen.

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Sie hören sich lieber Geschichten an als Rechtschreibregeln? Dann könnte ein Hörbuch in einer anderen Sprache etwas für Sie sein. - Pexels

Ein Beispiel für fortgeschrittene Spanischfans wäre «Spanishland School» auf Youtube. In Videos von etwa zehn bis 15 Minuten erfahren Sie mehr zu einem bestimmten Grammatikthema oder Vokabular. Wenn Sie sich lieber eine einfache Konversation über Gott und die Welt anhören möchten, eignet sich der Podcast «Españolistos» besser.

Tipp 4: Tandem-Programme

Eine Sprache lernen Sie erst richtig, wenn Sie sie selbst produzieren. Ein Sprach-Buddy – sprich Tandem-Partner – eignet sich bestens, das Erlernte mit einem Muttersprachler auch in der Praxis anzuwenden.

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Zu zweit lernt es sich gleich viel besser. - Pexels

In der Schweiz gibt es zahlreiche Plattformen, die solche Tandems zusammenbringen. Ein Beispiel wäre sprachtandem.ch oder auch diverse Universitäten und Hochschulen, die solche Programme anbieten.

Die besten Erfolge werden Sie dann erzielen, wenn Sie möglichst viele der oben genannten Tipps miteinander kombinieren. Auch wenn sie einen Sprachkurs nicht ersetzen, sollten Sie dennoch mit einem guten Grundverständnis oder Zusatzwissen ausgestattet werden.

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