Kommunikation: So gelingt der digitale Familienalltag

Marcel Winter
Marcel Winter

Bern,

Digitale Medien und Kommunikation gehören heute zum Familienalltag. Wir erklären, wie Eltern klare Regeln setzen und Kinder sinnvoll begleiten können.

Kommunikation
Es gibt einfache Tipps, die Familien im Alltag mit digitalen Medien helfen können. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Digitale Medien prägen den Familienalltag und brauchen Begleitung durch Erwachsene.
  • Kinder profitieren dann von digitalen Medien, wenn Regeln sinnvoll definitiert werden.

Smartphones und Tablets sind längst in unseren Wohnzimmern eingezogen und sind zu unseren ständigen Begleitern geworden. Während Eltern sie für den Job oder die Organisation des Alltags nutzen, wachsen Kinder ganz selbstverständlich mit ihnen auf. Doch wenn Bildschirme ständig präsent sind, bleibt im Familienalltag oft weniger Raum für Gespräche.

Kommunikation
Kommunikation: Kinder müssen von ihren Eltern aufgeklärt werden. - Depositphotos

Digitale Technologien bieten viele Chancen für Bildung, Kreativität und Austausch. Gleichzeitig brauchen Kinder klare Regeln und Eltern, die Orientierung schaffen. Handy und Tablet sollten dabei nicht den Familienalltag bestimmen.

Medienkompetenz als Grundpfeiler

Weil digitale Medien immer verfügbar sind, sorgen sich viele Eltern um die Bildschirmzeit ihrer Kinder. Ein bewusster Umgang mit diesen Medien muss jedoch erst gelernt werden.

Kommunikation
Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen das Internet. - Depositphotos

Dabei spielen Eltern eine zentrale Rolle. Sie sind es, die Orientierung geben, Grenzen setzen und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technik vorleben.

Denn wie ein Kind Medien nutzt, entscheidet sich meist nicht am Gerät selbst, sondern im familiären Miteinander. Gespräche, Vertrauen und gemeinsame Regeln helfen, die Zeit am Handy oder Tablet sinnvoll zu begrenzen.

Ein Blick auf die Realität

Laut einer Erhebung des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2024 nutzen rund 90 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz täglich das Internet. Ob soziale Netzwerke, Videos oder Lernplattformen, wir sind mittlerweile fast immer online.

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Die Kinder sollten begleitet werden, ohne dabei selbst von den Medien abgelenkt zu werden. - Depositphotos

Wie die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in der JAMES-Studie zeigt, nutzen Jugendliche in der Schweiz digitale Medien täglich intensiv. Die Studie ergab, dass täglich mindestens drei Stunden mit digitalen Medien verbracht werden.

Besonders häufig nutzen sie soziale Netzwerke, Games und Videoplattformen wie Youtube. Und genau hier sollten Eltern genauer hinschauen.

Dieser Raum ist besonders für jüngere Kinder häufig schwer zu greifen. Sie können Inhalte oft noch nicht kritisch bewerten. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Sport, echte soziale Kontakte und kreatives Spiel ohne Bildschirm sind und bleiben das Fundament für eine gesunde Entwicklung.

Kommunikation: Begleiten statt nur kontrollieren

Medienkompetenz fällt nicht vom Himmel, sondern wird durch Erfahrung und Austausch erlernt. Eine Studie der Universität Zürich (2023) bestätigt diese Vermutung. Kinder profitieren am meisten von digitalen Medien, wenn ihre Eltern sie aktiv begleiten.

Dabei müssen Eltern nicht jedes neue Spiel oder jede Plattform kennen, sondern mit ihren Kindern richtig kommunizieren. Wenn Kinder spüren, dass ihre Fragen ernst genommen werden, entsteht durch ehrliche Kommunikation die nötige Vertrauensbasis.

Kommunikation
Die Kinder sollten begleitet und nicht ständig allein mit dem Handy gelassen werden. - Depositphotos

Gemeinsame Medienzeiten bieten eine gute Gelegenheit, um herauszufinden, wofür sich die Kinder begeistern. Nur so erhalten Eltern einen Blick dafür, welche Medien gut sind und welche gemieden werden sollten.

Mit klaren Regeln zu mehr Entspannung

Die meisten Diskussionen im Alltag lassen sich durch klare Vereinbarungen vermeiden. Wenn Eltern und Kinder gemeinsam festlegen, wann und wo Geräte genutzt werden dürfen, gibt es oft weniger Streit. Allgemein sollten Mahlzeiten mit der Familie als medienfreie Zeit bleiben.

Regeln
Klare Regeln helfen, übermässige Bildschirmzeit und Streit zu vermeiden. - Depositphotos

Viele Familien verzichten bewusst auf Smartphones im Schlafzimmer. Hier soll Ruhe und Entspannung herrschen, um Kraft für den nächsten Tag zu sammeln.

Chancen aktiv nutzen

Ein ausgewogener Familienalltag ist wichtig. Deshalb sollten auch Erwachsene das Handy oder Smartphone so oft wie möglich weglegen und mit den Kindern gemeinsame Erlebnisse schaffen. Wenn das Handy genutzt wird, sollten die gemeinsam vereinbarten Regeln gelten. Wenn das Handy genutzt wird, sollten die gemeinsam vereinbarten Regeln gelten.

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