Kommunikation: Wenn das Smartphone auf Reise geht – Roaming erklärt
Was ist Roaming und was genau passiert im Ausland mit Ihrem Smartphone? Warum kann Roaming überraschend teuer werden? So vermeiden Sie böse Überraschungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Roaming bedeutet Nutzung eines fremden Mobilfunknetzes.
- Deshalb kann Roaming zusätzliche Kosten verursachen.
- Viele Mobile-Abos haben bereits Roaming-Daten für Europa inkludiert.
- Apps, Navigation oder Streaming verbrauchen schnell viel Daten.
- Mit zusätzlichem Datenpaket oder einer Travel-eSim haben Sie die Kosten im Griff.
Sie steigen aus dem Flugzeug, schauen aufs Smartphone und plötzlich erscheint eine SMS: «Willkommen im Ausland. Für Anrufe und Daten gelten folgende Roaming-Tarife…»
Die Reisenden kennen diesen Moment. Egal ob beim Kurztrip nach Italien, beim Wandern in Frankreich oder in den Badeferien auf Mallorca: Sobald die Grenze überschritten ist, verändert sich die Art, wie das Smartphone kommuniziert.
Was ist Roaming?
Der Begriff «Roaming» beschreibt die Nutzung eines Mobilfunknetzes, welches nicht dem eigenen Anbieter gehört. Solange Sie sich in der Schweiz befinden, verbindet sich Ihr Smartphone automatisch mit den Antennen Ihres Mobilfunkanbieters (Ausnahme «grenznahe Region» weiter unten erklärt). Sobald Sie jedoch ins Ausland reisen, funktioniert das nicht mehr.
Dann sucht Ihr Smartphone nach einem verfügbaren Netz vor Ort – und verbindet sich mit einem lokalen Mobilfunkanbieter. Dieses Netzwerk übernimmt dann die Verbindung für Telefonate, SMS und mobile Daten. Die Kosten für diese Nutzung werden später zwischen den Anbietern verrechnet – und landen letztlich auf Ihrer Rechnung, falls diese nicht in Ihrem Abo inkludiert sind.
Die automatische Netzsuche
Viele Nutzer merken gar nicht, wann ihr Handy ins Roaming wechselt. Das liegt daran, dass moderne Smartphones die Netzsuche automatisch erledigen. Sobald das Gerät erkennt, dass das heimische Netz nicht mehr erreichbar ist, sucht es nach einem anderen Anbieter mit ausreichend starkem Signal. Das passiert meist innerhalb weniger Sekunden.
In der Praxis bedeutet das: Sie überqueren eine Grenze – und Ihr Smartphone meldet sich automatisch bei einem anderen Netz an. Sie erhalten dann eine SMS mit Informationen zu den lokalen Tarifen und möglichen Kosten. Diese Nachricht ist gesetzlich vorgeschrieben, damit Nutzer über Preise und Notrufnummern informiert werden.
Die Schweiz als Sonderfall
Innerhalb der EU ist Roaming für viele Reisende deutlich einfacher geworden. Dank der Regelung «Roam like at home» können Verbraucher mit beispielsweise einem Vertrag in Deutschland in Spanien meistens zu denselben Preisen wie zuhause telefonieren und surfen.
Anders sieht es in der Schweiz aus. Wer mit einem EU-Vertrag in die Schweiz reist, kann schnell mit zusätzlichen Kosten konfrontiert werden. Umgekehrt gilt das genauso: Auch Schweizer Kundinnen und Kunden zahlen im Ausland oft mehr für Daten oder Telefonate.
Wenn das Netz plötzlich wechselt
Gerade in Grenzregionen kann es passieren, dass Smartphones zwischen verschiedenen Netzen wechseln. Sie sitzen am Bodensee oder auf einer Alpenterrasse und Ihr Handy verbindet sich plötzlich mit dem stärksten Signal jenseits der Grenze. Das liegt daran, dass die Signale der Mobilfunkantennen vor Landesgrenzen keinen Halt machen.
Kostenfallen beim Datenroaming
Besonders teuer kann Roaming beim Surfen werden. Navigieren, Musikstreaming oder Social Media verbrauchen auch im Hintergrund Daten. Ohne Daten-Pakete können innerhalb kurzer Zeit hohe Kosten entstehen.
Wollen Sie Ihre Roaming-Daten schonen, schalten Sie das Datenroaming in den Einstellungen Ihres Smartphones (unter Mobilfunk) aus und nur beim Gebraucht wieder ein.
Quickline bietet Daten-Roaming nur in Form von Datenpaketen an. Ist ein Datenpaket aufgebraucht wird Daten-Roaming gesperrt, bis der Kunde ein neues Datenpaket kauft. Dadurch hat der Kunde 100prozentige Kostensicherheit.
Unsere Lösungen für Sie:
Um Roaming einfacher zu machen, bieten viele Anbieter diverse Optionen an:
• Mobile-Abos mit inkludierten Roaming-Daten, die mehrere Regionen abdecken.
• Roaming-Pakete, die Datenvolumen für bestimmte Länder enthalten und ein Jahr lang gültig sind
• für Vielreisende: Mobile-Abos mit noch mehr inkludierten Roaming-Daten und Gesprächsminuten
Fazit: Kleiner Aufwand, grosse Wirkung
Roaming sorgt dafür, dass Smartphones auch im Ausland funktionieren. Gleichzeitig können dabei zusätzliche Kosten entstehen. Vor einer Reise lohnt sich ein kurzer Blick auf das Mobile-Abo und in die Preisbedingungen, um unangenehme Überraschungen auf der Rechnung zu vermeiden.













