Ein Bärner bringt Berliner Kult-Döner nach Bern
Tufan Yilmaz ist im Tscharnergut aufgewachsen, gelernter Koch und Unternehmer durch und durch. Nun bringt er die Berliner Dönerkultur nach Bern.

«Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig und vor allem gut!», sagt Tufan Yilmaz und lacht fröhlich. Genau dieser Gedanke liegt seinem jüngsten Laden zu Grunde, den er am 15. Mai 2026 eröffnet.
Mit dem Franchise-Unternehmen «Echte Bärliner» bringt der in Bern-Bethlehem aufgewachsene und gelernte Koch einen der weltweit bekanntesten Döner nach Bern. «Das Fleisch ist anders, das Brot ist anders, die Saucen sind anders», umschreibt er den Unterschied zum bei uns bekannten Döner.
Tatsächlich erfreut sich der «Echte Bärliner» weit über die deutsche Hauptstadt hinaus grosser Beliebtheit. Und ist nun also auch in Bern erhältlich.
Vom Koch zum Unternehmer
Zum Döner kam Yilmaz eigentlich eher zufällig. Aber neue und innovative Geschäftsmodelle waren schon immer genau sein Ding. Zwar war er nach seiner Lehre zunächst als Koch tätig, im Restaurant seines Vaters.

Als dieses Konkurs anmelden musste, liess er sich zum Bodenleger umschulen. «Damit waren meine Abende, anders als zuvor in der Gastronomie, zwar wieder frei», sagt Yilmaz schmunzelnd. Aber irgendwie fehlte ihm die Bewirtung dennoch.
Deshalb eröffnete er kurzerhand eine Shisha-Bar in den Vidmarhallen, die jeweils nur abends geöffnet hatte. Nebenbei gründete sein eigenes Unternehmen, die Inter Floor AG in Köniz.
Aus der Shisha-Bar wurden Burger
Doch kaum hatte sich die Shisha-Bar so richtig etabliert, kam Corona. Anstatt die Angestellten in Kurzarbeit zu schicken, überlegte Yilmaz, was er stattdessen anbieten könnte. «Die Leute wollten ja weiterhin gut essen, deshalb begannen wir, super-feine Burger zu machen und diese auszuliefern.»
Das lief so gut, dass die Kundschaft auch nach der Pandemie danach fragte und die Burger auch gerne vor Ort konsumieren wollte. «Nun war aber mein Lokal dafür definitiv zu klein.» Die Suche nach einem geeigneteren Raum begann.
Fündig wurde Yilmaz beim ehemaligen Restaurant Steinhölzli im Liebefeld, das er in «Medusa Restaurant Lounge» umbenannte und daraus einen Familienbetrieb machte.
Sein Vater, ebenfalls Gastronom, unterstützt ihn dort in der Führung des Betriebs. Das Medusa ist in zwei Bereiche unterteilt: in ein auf türkische Gerichte und insbesondere Grillspezialitäten ausgerichtetes Restaurant und in eine Shisha-Bar.
Die Döner-Hauptstadt kommt nach Bern
Als nun schräg vis-à-vis ein weiteres Lokal zu vermieten war, erwachte sein Unternehmergeist erneut. «Ich dachte: warum machst du nicht etwas Tolles, vor allem auch für Schüler?», sagt Tufan Yilmaz. Es musste etwas sein, das er in seinem Restaurant nicht anbot und so kam er auf den Döner.

«Aber nicht so, wie man ihn hier kennt, sondern so, wie er in Berlin gemacht wird.» Denn Berlin gelte als Döner-Hauptstadt schlechthin, weil dort eine grosse türkischstämmige Community lebe und der Döner als Streetfood extrem verbreitet sei. Besonders bekannt sei der Döner Kebab im Brot.
Aktion am Eröffnungstag, 15. Mai, ab 12 Uhr:
1 x Echter Berliner Döner
und
1x Ayran (kaltes, leicht salziges Joghurtgetränk)
für nur 1 Franken!*
*Aktion gültig bis 19 Uhr oder solange der Vorrat reicht!
NEU: «Echter Bärliner», Kirchstrasse 15, 3097 Bern-Liebefeld
«Und genau diesen wollte ich nach Bern holen. Das coolste Konzept dafür bietet der ‹Echte Bärliner›: Kalbfleisch oder geschichtetes Pouletfleisch, auf besondendere Art und Weise gewürzt, dann ein spezielles Fladenbrot, das in einer Bäckerei auf dem Steinofen nach exakten Vorgaben gebacken wird und schliesslich überraschende Saucen, die das Ganze abrunden», erklärt Yilmaz begeistert.
Selbstverständlich biete er nur Schweizer Fleisch an, dieses werde aber analog der Berliner Rezepte gewürzt.
Ein Bärner Bärliner
Und so schliesst sich für Tufan Yilmaz gewissermassen ein Kreis: Aufgewachsen im Tscharnergut, ausgebildet in Bern, unternehmerisch längst in der Region verwurzelt und nun bringt ausgerechnet er den «Echten Bärliner» in seine Heimatstadt.
Oder, anders formuliert: Ein Bärner bringt den Bärliner nach Bärn. «Das passt doch perfekt», sagt Yilmaz und lacht. Zumal der Döner, wenn es nach ihm geht, nicht einfach schnell gehen, sondern auch richtig gut schmecken soll.
Ganz im Sinne seines eigenen Credos: Wenn schon Döner, dann richtig. Und vor allem gut!








