«Die Schweiz kann keine Insel im Herzen Europas sein»
Die «Allianz funktionierende Schweiz» lanciert in Bern den Abstimmungskampf gegen die «Chaosinitiative». Sie warnt vor fehlenden internationalen Fachkräften.

Die «Allianz funktionierende Schweiz» hat in Bern ihren Abstimmungskampf gegen die sogenannte Chaosinitiative lanciert. Sie warnt: Ohne internationale Fachkräfte würde vieles in der Schweiz nicht mehr reibungslos funktionieren.
2,5 Millionen Menschen essen in der Schweiz täglich in einem Gastrobetrieb. Damit dort gekocht, serviert und gearbeitet werden kann, braucht das Gastgewerbe rund 270'000 Beschäftigte.
Viele von ihnen kommen aus dem Ausland. Genau das steht aus Sicht der «Allianz funktionierende Schweiz» bei der Annahme der sogenannten Chaosinitiative auf dem Spiel.

Mit einem öffentlichen Anlass in Bern hat die Allianz am Freitag, 8. Mai 2026, ihren Abstimmungskampf gegen die Initiative lanciert. Mit dabei: Alexandre Fasel, Staatssekretär des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
In seinem Input-Referat betonte er: «Die Schweiz kann keine Insel im Herzen Europas sein.» Herausforderungen beim Wohnen, im öffentlichen Verkehr oder bei der Infrastruktur müssten ernst genommen werden.
Abschottung sei aber keine Lösung. «Ohne Zuwanderung und qualifizierte Arbeitskräfte gibt es keinen Fortschritt und weniger Wohlstand», sagte Fasel.

An der anschliessenden Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft wurde deutlich, welche Folgen die Initiative für den Alltag und den Fachkräftemangel haben könnte.
Pascal Bärtschi, CEO von Losinger Marazzi, betonte: «Unabhängig davon, ob die Wirtschaft weiterwächst oder nicht: Der Bedarf an Fachkräften bleibt hoch – und wird durch den demografischen Wandel zusätzlich verschärft.»
Bereits heute habe insbesondere die Bau- und Immobilienbranche grosse Mühe, genügend qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Besonders stark betroffen wären gemäss Allianz zentrale Branchen wie Gastronomie, Bau und Gesundheitsversorgung.
Dies zeigt sich besonders in der Medtech-Branche: Rund 72'000 Beschäftigte in 1400 Unternehmen produzieren über 500'000 Medizinprodukte und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Schweizer Gesundheitsversorgung.

Die Allianz wird unter anderem von GastroSuisse, der Swiss Retail Federation und Swiss Medtech getragen. In den kommenden Wochen sollen weitere Unterstützerinnen und Unterstützer dazustossen.








