Viele mühen sich wochen- und monatelang mit Diäten und Sport ab und haben trotzdem keinen Erfolg beim Abnehmen. Es könnte an den Hormonen liegen.
Frau mit Massband
Hormone beeinflussen unser Gewicht. - Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hormone beeinflussen unseren Diäterfolg.
  • Die Hormone können mit Sport und Ernährung reguliert werden.
  • Sind die Hormone ausgeglichen, fällt das Abnehmen leichter.

Auch nach monatelanger Diät will sich einfach kein Erfolg beim Abnehmen einstellen? Dann könnte es sein, dass die Hormone Ihnen einen Strich durch die Rechnung machen.

Leptin

Leptin ist dafür verantwortlich, das Hunger- und Sättigungsgefühl zu regulieren. Es gibt dem Hirn Bescheid, wenn Sie hungrig oder satt sind.

Leptin wird in den Körperfettzellen produziert. Wenn Sie also abnehmen und Fett abbauen, verliert es seine Lebensgrundlage. Weniger Fettdepots bedeuten auch einen geringeren Leptinspiegel im Blut.

Das führt dazu, dass Sie mehr Hunger empfinden. Der Jojo-Effekt ist somit vorprogrammiert.

Um die Leptinproduktion nicht komplett durcheinander zu bringen, sollten Sie Crash-Diäten vermeiden. Achten Sie zudem darauf, dass Sie genügend Zink zu sich nehmen. Denn ein Mangel kann die Leptinproduktion verringern.

Lebensmittel
Lebensmittel, die Zink enthalten. - Depositphotos

Achten Sie generell auf eine ausgewogene Ernährung. Nüsse sind eine sinnvolle Ergänzung auf dem Ernährungsplan.

Östrogen

Das Hormon Östrogen steigert das Hungergefühl kurz vor der Periode, sodass Sie in dieser Zeit vermehrt zu viele Kalorien aufnehmen.

Achten Sie darauf während Ihres Zyklus einen stabilen Blutzuckerspiegel zu halten, damit die Hormone nicht durcheinander geraten.

Essen Sie viele Ballaststoffe, damit überschüssiges Östrogen über den Darm gebunden und ausgeschieden werden kann.

Cortisol

Cortisol ist als Stresshormon bekannt. Es wird in besonders belastenden Situationen ausgeschüttet. Ist die Stresssituation gebannt, verlangt der Körper nach Energie, um seine Depots wieder aufzuladen.

Dies geschieht auch wenn Sie keine körperliche Aktivität ausführen mussten, um den Stress zu bannen.

Kontinuierlicher Stress führt dazu, dass Sie konstant zu viele Kalorien aufnehmen. Denn Ihr Körper verlangt danach. Es ist schwierig, dieses Signal zu unterdrücken.

Tasse Kaffee
Kaffee ist nicht gut für den Cortisolspiegel. - Unsplash

Versuchen Sie deshalb, Ihren Alltagsstress zu reduzieren. Verzichten Sie zudem besser auf Kaffee, denn dieser regt den Cortisol-Spiegel an.

Übrigens: Lachen soll Cortisol nachweislich senken.

Ghrelin

Das Hormon Ghrelin steuert gemeinsam mit Leptin unser Essverhalten. Wenn der Magen leer ist, signalisiert Ghrelin dem Gehirn, dass es Zeit ist zu essen.

Wenn Sie auf Diät sind und deshalb weniger essen, reagiert der Magen mit Panik. Es wird noch mehr Ghrelin produziert und das Hungergefühl wird noch stärker.

Der Körper kann nämlich nicht zwischen einem freiwilligen Verzicht auf Nahrung und einer lebensbedrohenden Hungersnot unterscheiden.

Frau misst sich mit Massband
Abnehmen ist nicht leicht. - Unsplash

Um bei einer Diät nicht zu viel Ghrelin zu produzieren, müssen Sie auf einen gut gefüllten Magen achten. Essen Sie Lebensmittel, die wenig Kalorien haben, aber gut füllen.

Gemüse und Suppen sind hier eine gute Wahl.

Testosteron

Sowohl Männer und Frauen produzieren Testosteron im Körper. Das Hormon hilft, Muskeln aufzubauen, und es versorgt Sie mit Energie und ist für den Sexualtrieb verantwortlich.

Ab 20 nimmt das Testosteron im Körper ab. Das führt zu Muskelabbau und hat einen langsameren Stoffwechsel zur Folge.

Das ist einer der Gründe für die stetige Gewichtszunahme im Alter.

Sie können den Testosteronspiegel jedoch mit Sport erhöhen. Absolvieren Sie mindestens drei Mal pro Woche eine halbe Stunde Krafttraining. Das wird Ihnen auch helfen, das Gewicht zu halten.

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