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    Zwist zwischen FIS und Swiss-Ski droht zu eskalieren

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    Crans-Montana,

    Im seit längerem belasteten Verhältnis zwischen dem Weltverband FIS und Swiss-Ski droht die Eskalation.

    crans montana
    Die Ski-WM 2027 soll in Crans-Montana stattfinden (Archivbild). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Zwist zwischen der FIS und Swiss-Ski droht offenbar zu eskalieren.
    • Der Vertrag für die geplante WM in Crans-Montana ist nach wie vor nicht unterschrieben.

    Es war am Abend des 25. Mai 2022, als die Walliser WM-Kandidatur in Mailand beim 53. FIS-Kongress den Zuschlag für die alpinen Titelkämpfe 2027 erhielt. Crans-Montana setzte sich im Wahlgremium, dem FIS-Vorstand, mit elf Stimmen bereits im ersten Wahlgang gegen die drei konkurrenzierenden Bewerbungen aus Andorra (Soldeu), Norwegen (Narvik) und Deutschland (Garmisch) durch.

    Nicht zur Freude von Präsident Johan Eliasch, so wurde damals von mehreren Seiten kolportiert. Der schwedisch-britische Milliardär an der Spitze des Weltverbands hätte es lieber gesehen, wenn die Andorraner berücksichtigt worden wären.

    Glauben Sie, dass Swiss-Ski die WM für 2027 entzogen wird?

    Nach erfolgter Wahl des Ausrichters war bis anhin das übliche Vorgehen, dass innert weniger Monate der WM-Vertrag zwischen der FIS und dem Veranstalter unterschrieben worden ist.

    Im Fall der Weltmeisterschaften 2027 ist solches allerdings auch 21 Monate nach der Vergabe in Mailand noch immer nicht geschehen. Angesichts weit fortgeschrittener Verhandlungen zwischen den beiden Parteien, die sich auch in finanziellen Belangen stark angenähert hatten, schien in den letzten Wochen eine Unterzeichnung des Vertrags näher als auch schon.

    Hat Swiss-Ski falsche Versprechungen gemacht?

    Stattdessen ging jedoch am Freitagabend die FIS auf Konfrontationskurs. Aufgrund von Recherchen der NZZ veröffentlichte der Weltverband auf seinen Kanälen ein brisantes Statement. In diesem heisst es, dass Swiss-Ski den im Bewerbungsdossier gemachten vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen will.

    Gemeint sind damit die bei der Kandidatur abgegebenen finanziellen Garantien von Seiten des Bundes, des Kantons Wallis und des Gemeindeverbands Crans-Montana. In der FIS-Mitteilung ist die Rede davon, dass Swiss-Ski falsche Versprechungen gemacht hat.

    Crans Montana
    In Crans-Montana VS soll die WM 2027 stattfinden - aber offenbar zoffen sich Swiss-Ski und die FIS. - mycma.ch

    Diego Züger, der CEO Commercial von Swiss-Ski, stellt das in Abrede: «Wir weisen den Vorwurf der FIS, in der Kandidaturphase abgegebene Versprechungen nicht einzuhalten, in aller Form zurück.» Bei Swiss-Ski könne man das FIS-Statement «nicht nachvollziehen, weil diverse Vorwürfe schlicht nicht der Wahrheit entsprechen.»

    Züger sagt weiter, dass Swiss-Ski seit Beginn fixe Zusagen von Bund, Kanton und Gemeinden über Unterstützungsbeiträge vorlägen, deren Höhe sei «längst vereinbart. An diesen Rahmenbedingungen hat sich seither nichts verändert.»

    Vielmehr, so hält Diego Züger in der NZZ fest, sei es die FIS, die «während der Verhandlungen die Bedingungen geändert hat». Aus diesem Grund gebe es bislang «noch keine Lösung».

    Entzieht die FIS der Schweiz die Ski-WM?

    Statt einer Lösung droht nun vielmehr die Eskalation. Im Statement des Weltverbands heisst es: «Falls Swiss-Ski die Verpflichtungen nicht einhalten kann, bleibt der FIS keine andere Wahl, als die Alpin-WM 2027 an einen anderen Kandidaten zu vergeben.»

    Ein solches Vorgehen wäre beispiellos und hätte zweifelsohne ein langes juristisches Hickhack zur Folge. Allein die nun erfolgte Androhung des Entzugs wird am Wochenende in Crans, wo gerade die alljährlich stattfindenden Weltcup-Rennen ausgetragen werden, intensiv diskutiert werden.

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    Seit Juni 2021 ist Johan Eliasch Präsident der FIS. Mit der Wahl von Crans-Montana als WM-Austragungsort soll der schwedisch-britische Milliardär nicht glücklich gewesen sein. - keystone

    Am Samstagmorgen will der langjährige Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann – im FIS-Vorstand der grosse Gegenspieler des Quereinsteigers Johan Eliasch – noch vor Beginn der zweiten Frauen-Abfahrt auf der Piste Mont-Lachaux seine Sicht der Dinge darlegen.

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