Zittert Mikaela Shiffrin wegen IHR noch um den Gesamtweltcup?
Emma Aicher fehlt am Freitag ein Hundertstel zum Sieg – trotzdem rückt sie Mikaela Shiffrin auf die Pelle. Marc Berthod zieht den Vergleich zu Beat Feuz.

Das Wichtigste in Kürze
- Marco Odermatt liegt im Gesamtweltcup weit voraus – bei den Frauen ist es deutlich enger.
- Mikaela Shiffrin liegt voraus, Emma Aicher heftet sich aber an ihre Fersen.
- Die deutsche Allrounderin könnte an diesem Wochenende sogar die Führung übernehmen.
Bei den Herren ist die Sache längst klar: Marco Odermatt wird zum fünften Mal in Serie den Gesamtweltcup gewinnen. Unglaubliche 687 Punkte Vorsprung hat der Nidwaldner auf Lucas Braathen. Bei den Frauen ist die Sache nicht ganz so klar.

Rekordsiegerin Mikaela Shiffrin liegt zwar vorn – ganz sicher kann sie sich ihrer Sache aber noch nicht sein. Grund dafür ist die erst 22-jährige Emma Aicher. Diese hat mit der Abfahrt am Freitag den Rückstand auf 139 Zähler verkürzt.
Berthod über Aicher: «Wie bei Beat Feuz»
Dabei hatte die Deutsche sogar noch Pech: Im Showdown mit Laura Pirovano fehlt ihr am Schluss eine Hundertstelsekunde zum Rennsieg. In den Trainings hatte zuvor eigentlich wenig darauf hingedeutet, dass Aicher erneut um den Sieg mitfährt.
«Man kennt es von ihr ein bisschen, im Training ist sie zurückhaltend», sagt SRF-Experte Marc Berthod schon vor dem Rennen. «Ich habe mit ihrem Trainer gesprochen – es ist wie bei Beat Feuz: Im Training hinten und im Rennen ist sie dann da.»
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Als Grund dafür sieht er ihre Rolle als Allrounderin: Aicher fährt die Rennen in sämtlichen Disziplinen – stand auch schon auf dem Slalom-Podest. Das macht sie für Mikaela Shiffrin so gefährlich.
Die 30-jährige Amerikanerin verzichtete nach ihrer Verletzung im Vorjahr auf Speed-Rennen. Das könnte sich im Saisonendspurt noch ändern. Denn Emma Aicher wird voraussichtlich bei allen acht restlichen Saisonrennen starten.
Aicher könnte in Val di Fassa sogar Führung übernehmen
In Val di Fassa büsst sie am Freitag wegen 0,01 Sekunden ganze 20 Punkte im Kampf um die Kristallkugel ein. Trotzdem könnte sie mit Top-Resultaten in der zweiten Abfahrt (Samstag) und im Super-G (Sonntag) die Gesamtführung am Wochenende übernehmen.

Zumindest bei den Frauen bleibt der Kampf um die grosse Kristallkugel also spannend! Die Entscheidung fällt spätestens am 25. März im Riesenslalom beim Saisonfinale in Kvitfjell.
















