Olympia 2026 – Bruder von Franzoso (†25) kritisiert Silber-Franzoni
Giovanni Franzoni widmet sein Abfahrts-Silber an Olympia 2026 dem verstorbenen Matteo Franzoso (†25). Dessen Bruder findet das aber «egoistisch und respektlos».

Das Wichtigste in Kürze
- Giovanni Franzoni veredelt seine Traum-Saison mit Abfahrts-Silber an der Heim-Olympia.
- Die Medaille widmet er Matteo Franzoso (†25), den er als Bruder bezeichnet.
- Doch das bringt ihm Kritik ein – Giovanni sei nicht einmal auf der Beerdigung gewesen.
Giovanni Franzoni ist der Shootingstar der aktuellen Ski-Saison. Pünktlich zu Olympia 2026 im eigenen Land kommt er in Topform. Auch dort liefert er ab: Hinter Franjo von Allmen fährt Franzoni in der Olympia-Abfahrt zu Silber.
Franzoso-Bruder nennt Franzoni «egoistisch und respektlos»
Danach widmet er seine Medaille dem verstorbenen Matteo Franzoso (†25). Sein Teamkollege war in der Vorbereitung auf die Saison in Chile tödlich verunglückt. Franzoni sagte über Franzoso mehrfach, dass er wie ein Bruder für ihn gewesen sei.

Ausgerechnet durch diese Geste gerät Giovanni Franzoni nun in Kritik. Denn Michele Franzoso, der tatsächliche Bruder von Matteo, ist über die Aussagen nicht erfreut: «Jemand hat behauptet, Matteos Bruder zu sein... Das ist egoistisch und respektlos.»
Auf Instagram stellt er klar: «Ich bin sein einziger Bruder. Ich war bei seiner Beerdigung. Jemand anderes war nicht da.» Harte Vorwürfe gegen den neuen Speed-Star.

Sein leiblicher Bruder Alessandro Franzoni verteidigt ihn in den Kommentaren. Er schreibt: «Das ist nur für mediale Aufmerksamkeit. Sie sollten sich darüber freuen, was Giovanni getan hat. Stattdessen sorgen sie für noch mehr Schmerz und Wut.»
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Bereits seinen Sieg auf der legendären Streif in Kitzbühel hatte Franzoni an Franzoso erinnert. Für ihn sei dieser Sieg durch die Erinnerung an Franzoso besonders emotional gewesen: «Weil wir uns hier im letzten Jahr noch zusammen einen Raum geteilt haben.»
Nach Olympia 2026 zurück in den Weltcup
Giovanni Franzoni geht nicht auf die Vorwürfe ein. Die nächste Möglichkeit, um sportlich zu antworten, bietet sich ihm in zwei Wochen: Am 28. Februar steht die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen an.
Einen Tag später findet der Super-G statt. In beiden Disziplinen gehört Franzoni in dieser Saison bisher zu den besten fünf Fahrern. Sechs Speed-Rennen stehen bis zum Saisonende noch an.












