Super-G

«Ärgerlich» für Odi – Murisier «hasst diesen Sport»

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer

Italien,

Viele der hinteren Startnummern fahren beim Super-G in Gröden weit nach vorne. Ihre besseren Bedingungen sorgen bei den Top-Fahrern für leichten Frust.

Marco Odermatt
Marco Odermatt (l) muss Jan Zabystran (m) beim Super-G in Gröden den Vortritt lassen. Dritter wird Giovanni Franzoni (r). - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Jan Zabystran stiehlt beim Super-G in Gröden Marco Odermatt die Show.
  • Nach den ersten 15 Startnummern verbessert sich die Sicht auf der Saslong.
  • Top-Athleten fallen dadurch weit zurück – und können den Frust nicht verstecken.

«Logisch ist es irgendwo durch ärgerlich», sagt Marco Odermatt nach seinem zweiten Platz beim Super-G in Gröden.

Was ist passiert? Der Tscheche Jan Zabystran schnappt dem Nidwaldner mit der Startnummer 29 den Sieg weg – bei deutlich besseren Bedingungen. Ein Nachteil für die Top-Fahrer, die bei schlechterer Sicht die Saslong hinuntermussten.

Doch Odermatt zeigt Grösse: «Unser Sport ist einfach: Es geht von Start bis ins Ziel und er war schneller. Die Bedingungen muss man nicht gross ansprechen, es ist verdient», sagt der 50-fache Weltcupsieger zu SRF.

Trotzdem: «Ich hätte den Sieg gerne genommen.»

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Jan Zabystran verdrängt Marco Odermatt sensationell von der Spitze. - SRF

Die Konsequenzen der sich verbessernden Bedingungen kriegt auch Stefan Rogentin zu spüren. Der Bündner liegt hinter Odermatt auf Rang zwei – dann fahren noch fünf Athleten zwischen die beiden Schweizer.

Nach Zabystrans Wunder-Lauf wird Rogentin am Ende Achter und meint gegenüber SRF: «So ist es halt.»

Diejenigen, die von den Bedingungen profitieren, «fahren auch gut Ski. Wenn sie einen guten Lauf haben, können sie halt vorne reinfahren

Stefan Rogentin
Stefan Rogentin darf lange auf ein Podest hoffen, doch dann werden die Bedingungen besser. - keystone

Er habe am Ende nicht mehr machen können mit seiner Nummer und sei mit sich zu 95 Prozent zufrieden. «Egal, ob die Piste besser oder schlechter wird: Auf unserem Niveau musst du es runterbringen, dass wenn es hinterher besser wird, du dich vorne bestätigen kannst.»

Beat Feuz: «Das ist Kehrseite eines solchen Rennens»

«Natürlich ist es schön fürs Rennen, dass die hinteren Nummern attackieren können», sagt SRF-Experte Beat Feuz während der Übertragung. Man müsse aber auch auf die Leidtragenden schauen.

So fallen etwa Justin Murisier und Dominik Paris aus den Top 20.

Justin Murisier
Justin Murisier reicht es im Super-G von Gröden nicht mal mehr in die Top 20. - keystone

«Sind wir ehrlich», sagt Feuz, «die sind besser Ski gefahren als ein Romed Baumann, der Fünfzehnter wird.»

Das sei dann halt auch gemein. «Justin Murisier hat mir vorhin gerade geschrieben: ‹Ich hasse diesen Sport!›» Das habe der Walliser aber natürlich nicht so negativ gemeint, ergänzt Feuz lachend.

Murisier gehöre aber tatsächlich zu den Bestraften. «Das ist die Kehrseite eines solchen Rennens. Es werden auch diejenigen bestraft, die eigentlich wirklich gut Ski gefahren sind.»

Kommentare

User #4253 (nicht angemeldet)

Warum wird bei Startnummer 30 schon von einem Schweizer Doppelsieg geschrieben ?Das ist doch total respektlos,

User #3035 (nicht angemeldet)

Schaue keine Skirennen mehr. Die benehmen sich bei der Siegerehrung genau so blöd wie die Fussballer.

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