WTA: Turnier bietet Spielerinnen einen extra «Wut-Raum» an
Ein Turnier der WTA überrascht mit einem neuen Angebot: Im «Wut-Raum» können Spielerinnen unbeobachtet ihre Emotionen auslassen.

Das Wichtigste in Kürze
- Coco Gauff zertrümmerte im Spielertunnel bei den Australian Open ihren Schläger.
- Kameras fingen den Moment ein – das sorgte für grosse Diskussionen.
- Jetzt bieten die ATX Open in Texas einen Raum an, in dem Spielerinnen ausrasten können.
- Als Freizeit-Aktivität haben sich «Rage Rooms» bereits international durchgesetzt.
Ausraster auf dem Tennisplatz sind bei Turnieren der ATP und der WTA keine Seltenheit. Mentaler Druck und Frustration entladen sich – häufig am Tennisschläger. Dies hat im Normalfall eine Verwarnung und gegebenenfalls eine Geldstrafe zur Folge.
WTA: Spielerinnen klagen über fehlende Privatsphäre
Für Diskussionen sorgte zuletzt der Fall um Coco Gauff: Die Weltnummer 4 wartete bis zum Ende ihrer Partie und zertrümmerte ihren Schläger dann im Innenraum.
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Auch, weil sie ihre Vorbildrolle wahren wollte, wartete sie so lange. Kameras fingen den Wutausbruch trotzdem ein – und der Ausraster ging viral. Die Spielerin beschwerte sich über fehlende Privatsphäre und Iga Swiatek (WTA 2) fragte: «Sind wir hier eigentlich im Zoo?»
Im Nachgang dazu präsentieren die ATX Open, ein Turnier der WTA in Texas, eine innovative Neuerung: Den «Wut-Raum». In diesem geschützten Bereich gibt es ausdrücklich keine Kameras. Hier können die Spielerinnen ihrer Wut freien Lauf lassen.

Auf dem Schild ist entsprechend ein zerbrochenes Tennis-Racket abgebildet. Dazu Sprüche wie «Nicht lächeln!» oder «Zähle bis drei!» Das Turnier schreibt: «Wir stellen den Wut-Raum vor – Den ersten seiner Art.»
«Rage Room» als erfolgreiches Business
Ausserhalb der Tenniswelt ist das Konzept «Rage Room» aber alles andere als neu. Erfunden in den USA, breiten sich diese «Rage Rooms» mittlerweile auch in Europa aus. Hierzulande gibt es solche Angebote in den meisten grossen Städten.
Die Idee: Ein leerer Raum kann gemietet werden, um darin Geschirr und andere Gegenstände zu zerschlagen. Das soll beim Stressabbau helfen – wobei diese Wirkung unter Psychologen allerdings umstritten ist.

So oder so: Das gezielte «Dampfablassen» hat sich zu einem Business-Modell entwickelt. Und auch im Spitzentennis gibt es nun einen «Rage Room». Ob sich das langfristig durchsetzen kann?
Zumindest Coco Gauff wäre an den Australian Open über eine solche Zone froh gewesen.
















