Vorsorge Oberland: So unterscheiden sich Säule 3a und 3b

Redaktion
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Bern,

In der Schweiz basiert die Altersvorsorge unter anderem auf Eigenverantwortung, insbesondere durch die Säule 3a und 3b als zentrale Elemente.

Vorsorge Oberland
Wenn es um die private Vorsorge geht, holen sich viele Menschen Hilfe. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Säule 3a bietet steuerliche Vorteile.
  • Die Säule 3b ist flexibler und eignet sich für individuelle Sparziele.
  • Es ist sinnvoll, sich frühzeitig mit der privaten Vorsorge zu beschäftigen.

Wer sich im Pensionsalter zurücklehnen und sich von Zeit zu Zeit etwas gönnen möchte, braucht das nötige Kleingeld dazu. In der Regel werden die staatliche und die berufliche Vorsorge dafür nicht ausreichen.

Derzeit liegt die minimale Altersrente für eine Einzelperson bei 1260 Franken pro Monat, während die Maximalrente 2520 Franken beträgt. Ein Ehepaar erhält dabei maximal einen Betrag von 3780 Franken.

Um im Pensionsalter noch zusätzliche Einnahmen zu erhalten, gibt es im Schweizer Vorsorgesystem die dritte Säule. Sie gehört zur privaten Vorsorge und wird in die Säule 3a und 3b unterteilt. Was die beiden Säulen unterscheidet und weshalb es sich lohnt, früh in seine private Vorsorge zu investieren, erfahren Sie hier.

Freie vs. gebundene Vorsorge

Wer in der Schweiz in seine private Vorsorge investiert, bezahlt in der Regel in die Säule 3a ein. Die Säule 3a wird als gebundene Vorsorge bezeichnet. Das bedeutet, dass man sowohl bei den Einzahlungen als auch bei den Auszahlungen an bestimmte Auflagen gebunden ist.

Beschäftigen Sie sich mit Ihrer privaten Vorsorge?

In die Säule 3a darf nur einzahlen, wer 18 Jahre alt ist, ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt oder anerkannte Ersatzeinkünfte bezieht. Die Säule 3b hingegen ist frei von Beschränkungen und unterliegt keinen besonderen Regelungen.

Das macht die Säule 3a attraktiv

Die Säule 3a hat einen grossen Vorteil: Sie ist steuerlich begünstigt. Einzahlungen in die Säule 3a können jedes Jahr vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Je länger man einzahlt, desto grösser ist die Ersparnis. Auch die Auszahlung wird steuerlich begünstigt und nur reduziert besteuert.

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Bei der Säule 3a profitiert man im Vergleich zum Sparkonto von höheren Zinsen. - keystone

Die steuerlichen Vorteile der Säule 3a sind nicht unbegrenzt und haben einen jährlichen Höchstbetrag. Für Personen, die an eine Pensionskasse angeschlossen sind, gilt eine jährliche Maximalsumme von 7258 Franken. Für selbstständige Personen ohne Pensionskasse liegt der Maximalbetrag bei 20 Prozent des Nettoeinkommens bis maximal 36'288 Franken.

Säule 3b als gute Ergänzung

Viele wählen ein flexibles Vorsorgeprodukt aus der Säule 3b als Ergänzung zur gebundenen Vorsorge über die Säule 3a. Denn bei der Säule 3b kann man vollständig über seine Investitionen entscheiden und ist sehr flexibel. Statt in eine langfristig gebundene Anlage kann man in individuelle Finanzprodukte investieren, die eine höhere Rendite erzielen können. Beliebte Finanzprodukte sind unter anderem Immobilien, Einzelaktien oder Rohstoffe.

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Private Investments bieten oft attraktive Renditen, sind dafür aber auch risikoreicher. - keystone

Ergänzende Investitionen in die Säule 3b können sich auszahlen. Dabei ist zu beachten, dass das angesparte Vermögen jährlich in der Steuererklärung deklariert werden muss und jährlich besteuert wird.

Drei Steuertipps

  • Planen Sie Ihre Altersvorsorge frühzeitig: Verteilen Sie Ihre Einzahlungen auf mehrere 3a‑Konten. So können Sie die Guthaben gestaffelt beziehen und meist Steuern sparen.

  • Beziehen Sie Kapital aus der Pensionskasse und der Säule 3a möglichst nicht im selben Jahr. Hier gilt das Gleiche wie bei den 3a‑Konten: Mit gestaffelten Auszahlungen über mehrere Jahre spart man oft Steuern.

  • Je früher Sie mit der Vorsorge anfangen, desto besser. Dies, weil Sie dann langfristig vom Zins und Zinseszins-Effekt profitieren.

Sorgenfrei in den Ruhestand

Die gesetzliche Altersvorsorge in der Schweiz steht im Vergleich zu europäischen Ländern gut da. Das Drei-Säulen-Prinzip spielt dabei eine zentrale Rolle. Die obligatorische und berufliche Vorsorge soll die Existenz sichern und finanzielle Leistungen bei Invalidität, Pensionierung oder im Todesfall gewährleisten. Dennoch reichen die Leistungen bei vielen Menschen nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrechtzuerhalten.

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Wer sich früh mit der privaten Vorsorge auseinandersetzt, kann sich später entspannt zurücklehnen. - keystone

Wer die Möglichkeit hat, sollte deshalb die private Vorsorge nutzen. Um die passende Vorsorge auszuwählen, ist es ratsam, sich Gedanken zu machen, wie viel man für das Alter ansparen will. Je nach individuellen Bedürfnissen kann man dann die private Vorsorge selbst gestalten.

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