Boris Becker

    Boris Becker: Kyrgios-Dopingfall «hat mich nicht überrascht»

    Ronny Reisch
    Ronny Reisch

    Australien,

    Bei Tennis-Bad-Boy Nick Kyrgios wurden Spuren von Kokain entdeckt. Boris Becker ist nicht überrascht, sagt aber: «Wir alle sind Menschen und machen Fehler.»

    Boris Becker
    Für Tennis-Legende Boris Becker war der Kokain-Fund bei Nick Kyrgios keine grosse Überraschung. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nick Kyrgios droht eine längere Sperre – in einer Dopingkontrolle wurden Kokainspuren nachgewiesen.
    • Boris Becker gibt zu, dass die Nachricht bei ihm keine grosse Überraschung ausgelöst hat.
    • Der Deutsche sagt aber: «Er hat die Schuld auf sich genommen – das sollte man respektieren.»

    Nick Kyrgios ist in einer Dopingkontrolle hängen geblieben – wegen Kokain. Nun droht dem Tennis-Rüpel eine längerfristige Sperre. In einem Statement auf Instagram schrieb der 31-Jährige: «Ich habe einen grossen Fehler begangen und übernehme dafür die volle Verantwortung.»

    Boris Becker: «Wir machen alle Fehler»

    Tennis-Legende Boris Becker – selbst kein Kind von Traurigkeit – sagt in seinem Podcast über den Kokain-Fall um Kyrgios: «Überrascht hat mich das irgendwie nicht.» Der Australier sei in den letzten Jahren vom Weg abgekommen, befindet Becker.

    Bist du von der positiven Kokain-Probe bei Nick Kyrgios überrascht?

    «Ich hoffe, dass er mit der Hilfe seiner Freunde wieder zu sich findet.» Mit diversen Skandalen hat sich Nick Kyrgios längst einen Ruf als Tennis-Bad-Boy erarbeitet.

    Becker will den Ex-Wimbledon-Finalisten aber nicht zu sehr verurteilen: «Wir alle sind Menschen und machen Fehler. Er hat die Schuld auf sich genommen – das sollte man respektieren.» Jeder Mensch habe eine zweite Chance verdient, betont der 58-Jährige.

    Nick Kyrgios
    Nick Kyrgios hat sich durch einen positiven Dopingtest neuen Ärger eingehandelt. - Keystone

    Trotzdem stellt Boris Becker nochmal klar: «Im Sport – insbesondere bei jungen Menschen – haben Drogen einfach nichts zu suchen.»

    Halep kontert Kyrgios: «Leben hat eine lustige Art»

    Besonders kurios: Nick Kyrgios hatte in der Vergangenheit immer wieder gegen andere Tennisprofis im Zusammenhang mit Dopingfällen ausgeteilt. In mehreren Tweets kritisierte er Jannik Sinner und Simona Halep scharf.

    Simona Halep war 2022 gesperrt worden, nachdem der Stoff Roxadustat gefunden wurde. Kyrgios schrieb später auf X: «Vielleicht sollten Spieler einfach keine kuriose Scheisse mehr einnehmen. Ich funktioniere in Fünfsatzmatches einfach mit Bananen und Cola.»

    Simona Halep
    Ex-Weltnummer-1 Simona Halep (34) kassierte 2022 eine Dopingsperre. 2025 trat sie schliesslich zurück. - Keystone

    Nach dem Kokain-Fall um Kyrgios veröffentlichte die Rumänin eine Instagram-Story mit den Worten: «Das Leben hat manchmal eine lustige Art, die Rollen zu vertauschen. Und es macht dabei auch den Unterschied zwischen einem Zufall und einer Entscheidung deutlich.»

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    Kommentare

    User #1250 (nicht angemeldet)

    Eigentlich müsste man solche Ereignisse Richtigstellen. Meiner Meinung nach, hat das nichts mit Doping zu tun. Doping wäre es, wenn er etwas nimmt um sich einen Vorteil zu erschaffen. Bei ihm wäre das Drogenkonsum in seiner Freizeit, was gesetzlich nicht verboten ist. Auch wenn es im Urin festgestellt hat, war die Menge sicher nicht Sportlich von Vorteil. Abgesehen davon, man findet kein Kokain im Urin, sondern Abbauprodukte. War es dumm was er gemacht hat, sicher. Aber medizinisch, wenn er es nicht Während einen Spiel genommen hat, irrelevant.

    User #5008 (nicht angemeldet)

    Ich denke def Boris hat genug eigene Baustellen zu verarbeiten. Ein weiterer Beweis wie vergesslich Menschen sein können.

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