Boris Becker lebte in Miami – jetzt spricht er über Diddy-Partys
Während seiner Zeit in Miami bekam auch Boris Becker das Geschehen an den «Freak off»-Partys von Diddy mit. Man sei schnell auf der Gästeliste gelandet.

Das Wichtigste in Kürze
- Boris Becker packt über die Skandal-Partys von Rapper Diddy in Miami aus.
- «Niemand hat wirklich im Detail darüber gesprochen, was dort passierte», meint er jetzt.
- Die Erzählungen anderer Leute hätten aber Fragen aufgeworfen, so der Tennis-Star.
Zu Gast im «Louis Theroux Podcast» schlägt Boris Becker alte Kapitel neu auf. Der dreifache Wimbledon-Sieger blickt zurück auf frühere Zeiten, die er unter anderem auch in Miami (USA) verbrachte. Eine Begegnung von damals bleibt dem 58-Jährigen bis heute in Erinnerung – die Rede ist von Skandal-Rapper Sean «Diddy» Combs.
Der wegen organisierter Prostitution und Menschenhandel verurteilte Musiker sitzt in New Jersey (USA) derzeit seine vierjährige Haftstrafe ab. Bereits zuvor sorgte Diddy mit seinen Sex-Partys und Drogen-Exzessen für mächtig Aufsehen.
Auch «Bobbele» lernte den Rapper damals in Miami kennen, wie er jetzt offenbart.

Wer Kontakt mit dem Rapper hatte, sei schnell auf der Gästeliste gelandet, erklärt der Tennis-Star. «Es gab die Wahl: Entweder man sagt Ja oder man sagt Nein.»
«Man darf dreimal raten, was da alles passiert ist»
Was sich bei den besagten Partys abspielte, wurde draussen aber nur selten zum Thema. Boris Becker: «Niemand hat wirklich im Detail darüber gesprochen, was dort passierte, aber diese Partys gingen über Stunden. Manchmal dauerten sie ein oder zwei Tage am Stück.»
Ob er selbst daran teilgenommen hatte, verrät der Tennis-Star nicht.
Die Erzählungen anderer Leute hätten bei ihm allerdings Fragen aufgeworfen. «Wenn man am Samstag mit jemandem geredet hat und dann sah man denjenigen am Dienstag wieder und er meinte: ‹Verdammt, ich bin gerade erst wieder da raus›, dann dachte man sich: ‹Was?›» Niemand habe gesagt, was genau in diesen 48 Stunden geschehen sei.
«Er nannte die Partys ‹Freak-offs› und man darf dreimal raten, was da alles passiert ist», so Becker. Oft habe er hinterfragt, ob ein Espresso oder ein Energydrink wirklich stark genug seien, um mehrere Party-Nächte hintereinander durchzustehen.
Für ihn selbst seien diese Art von Feiern nichts gewesen, erklärt Becker. Er habe den Sinn dahinter nicht gesehen.
Boris Becker über Affäre: «War der Bösewicht»
Doch die Diddy-Partys sind nicht das Einzige, das Boris beim Stichwort Miami in Erinnerung behält. Im Gespräch mit US-Journalist Louis Theroux (55) spricht er offen über seine zerbrochene Ehe mit Ex-Frau Barbara Becker (59).
Über Nacht wurde aus dem damaligen Tennis-Helden plötzlich der Schuldige der Nation. Grund dafür war Beckers Affäre mit Angela Ermakova im Juni 1999, aus der Tochter Anna Ermakova (25) hervorging. Zeitgleich war Ehefrau Barbara mit ihrem zweiten gemeinsamen Sohn Elias (26) schwanger – das Familienglück zerbrach.
«Ich habe sie betrogen, daran besteht kein Zweifel», gibt Boris Becker im Podcast offen zu. Was folgte, waren Jahre zwischen Scheidung, Schlammschlacht und Schlagzeilen.
Der Wimbledon-Sieger kämpfte um sein Ansehen. «Sie hatte die Macht, weil ich der Bösewicht war», sagt er heute. «Sie hat eine ordentliche Abfindung bekommen. Und sie hat begriffen, dass niemand perfekt ist.»
«Sehe mich als guten Vater»
Zwar sei es damals hin und wieder zu Streitereien gekommen, doch die hat das Paar längst hinter sich gelassen. Heute zeigt er sich versöhnlich. «Wir haben es geschafft, eine Beziehung auf Basis von Respekt aufzubauen. Sie ist eine grossartige Mutter für meine beiden ältesten Söhne», zollt er ihr Respekt.

Hinsichtlich der Erziehung der beiden gemeinsamen Söhne Noah (32) und Elias plagt Boris Becker kein schlechtes Gewissen. Er stellt klar: «Ich sehe mich als guten Vater. Ich habe mich intensiv um meine beiden Ältesten gekümmert, obwohl sie damals nicht in Europa lebten, sondern nach Miami gezogen sind.»
Vom einstigen Rosenkrieg scheint heute nichts mehr übrig zu sein. «25 Jahre später betrachten wir uns trotz allem, was passiert ist, immer noch als eine eng verbundene Familie.»





















