Alexander Zverev schiesst gegen Masters-Format: «Das ist Unsinn»
Alexander Zverev ist kein Freund der anderthalb Wochen dauernden Masters-Turniere. Der Deutsche sieht darin die Absage grosser Namen für Montreal.

Das Wichtigste in Kürze
- Jannik Sinner und Novak Djokovic haben für das 1000er-Turnier in Montreal abgesagt.
- Alexander Zverev kritisiert die verlängerte Dauer des Masters und sieht darin den Grund.
- Der Bonus für die Teilnahme sei gerade für Djokovic viel zu gering.
Drei Wochen nach dem Final von Wimbledon beginnt in Montreal das erste grosse Turnier der Nordamerika-Serie.
Beim Masters in Kanada ist mit Alexander Zverev die Weltnummer 3 der bestklassierte Spieler. Während Carlos Alcaraz (ATP 2) sich noch in der Aufbauphase befindet, fehlen mit Jannik Sinner und Novak Djokovic die Weltnummer 1 und der 24-fache Grand-Slam-Champion.
Der Grund ihrer Absagen für Montreal, das immerhin ein Turnier der zweithöchsten Stufe stellt, ist für Zverev ein offensichtlicher: die Dauer.
«Zu lang» und «zu viel»
In Montreal wird während anderthalb Wochen Tennis gespielt. Berücksichtigt man die Qualifikation, sind es knapp zwei. Seit 2023 gehen ausgewählte ATP-1000-Turniere über diese Länge – zuvor dauerten sie jeweils nur eine Woche.
«Ich denke, es ist für einige Spieler einfach zu lang, zu viel vor den US Open», sagt Zverev deshalb vor dem Auftakt in Kanada.
Direkt im Anschluss an das Masters findet in Cincinnati (USA) ein weiteres 1000er-Turnier statt (13. bis 23. August). Wiederum nur eine Woche danach beginnen bereits die US Open.

Gut möglich also, dass ein Topspieler nun fast sechs Wochen am Stück durchspielt. Die Fitness für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres nimmt ab, das Verletzungsrisiko zu.
Alexander Zverev: «Das ist Unsinn»
Um die Stars trotzdem an den Masters-Turniere zu sehen, locken die Tour-Verantwortlichen mit finanziellen Anreizen. «Wir bekommen am Ende des Jahres Prämien, wenn wir alle neun Masters-Turniere spielen», bestätigt Zverev.
Doch das genüge gerade für einen wie Djokovic nicht: «Glaubst du, Novak interessiert es, ob er einen grösseren Bonus bekommt? Ich schätze, der Typ hat – wenn ich raten müsste – weit über 400 Millionen auf seinem Bankkonto.»
Alexander Zverev ist sich deshalb «nicht sicher, ob ihm 50'000 mehr oder weniger etwas ausmachen würden».
Der French-Open-Champion folgert: «Wenn man uns zwingt, während der Grand-Slam-Turniere zweieinhalb bis drei Wochen unterwegs zu sein, und dasselbe gilt dann auch für die Masters-Turniere, kann man uns nicht zwingen, zu spielen. Tut mir leid, das ist Unsinn.»
















