EU

    Kanada will «einzigartige Allianz» mit EU aufbauen

    Keystone-SDA
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    Kanada,

    Vor dem Hintergrund des eskalierenden Handelsstreits mit den USA wendet sich Kanada stärker der EU zu. Premierminister Mark Carney sagte Medienberichten zufolge am Sonntagabend in Toronto, sein Land strebe keine EU-Mitgliedschaft an, sondern wolle eine «einzigartige Allianz» mit der Europäischen Union aufbauen. «Wir teilen dieselben Werte, wir haben dieselben Prioritäten und wir verfügen über sich gegenseitig sehr ergänzende Stärken.»

    ARCHIV - Der kanadische Premierminister Mark Carney spricht bei einer Kabinettsklausur vor den Medien. Foto: Jeff McIntosh/The Canadian Press/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwe...
    ARCHIV - Der kanadische Premierminister Mark Carney spricht bei einer Kabinettsklausur vor den Medien. Foto: Jeff McIntosh/The Canadian Press/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwe... - Keystone/The Canadian Press/Jeff McIntosh

    Carney reagierte damit auf einen Bericht des «Wall Street Journals» vom Samstag. Die Zeitung hatte unter Berufung auf Vertreter der EU und Kanadas berichtet, Carney prüfe die Möglichkeit einer «assoziierten EU-Mitgliedschaft». Demnach sei auch die EU offen dafür. Seit Monaten gibt es laut dem Bericht Gespräche zwischen kanadischen und europäischen Beamten.

    Geprüft werde unter anderem, wie Kanada an den europäischen Binnenmarkt angebunden werden könnte – etwa in Bezug auf Energie, Künstliche Intelligenz, Verteidigung und kritische Mineralien, heisst es in dem «WSJ»-Bericht weiter. Dann könnten Waren, Dienstleistungen und Arbeitskräfte aus diesen Branchen reibungslos zwischen Europa und Kanada verkehren.

    Carneys geplanter Auftritt vor Europäischem Parlament

    Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump vor rund eineinhalb Jahren befinden sich die eng verflochtenen Nachbarstaaten Kanada und die USA in einem Handelskonflikt, der zuletzt mit Zöllen und Gegenzöllen eskalierte. Experten sind sich einig, dass beide Länder unter den Auswirkungen des Handelskonflikts leiden, sie insgesamt für die wesentlich kleinere Volkswirtschaft Kanada aber deutlich spürbarer sind als für die USA. Carney erhält in Kanada grosse Unterstützung für seine Reaktion auf Trumps Kurs, den dort viele als erratisch und ungerecht empfinden.

    Der Premierminister reist diese Woche nach Europa, wo er unter anderem vor dem Europäischen Parlament sprechen soll. Die EU ist Kanadas zweitgrösster Handelspartner nach den USA.

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    Kommentare

    User #4610 (nicht angemeldet)

    Eine gute Lösung!! Die Schweiz sollte das nachahmen!

    User #1480 (nicht angemeldet)

    Kanada macht das goldrichtig: Weg von den USA solange Trump dort das Sagen hat und hin zu verlässlichen Partnern. Die von Kanada angestrebte Assozierung mit der EU ist meilenweit von dem entfernt, was die EU mit unserem Land anstrebt. Kanada macht sich nicht zum Vasallen der EU.

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