Bei 6 ists gratis: Beiz lässt Gäste um Rechnung würfeln

    Belinda Schwenter
    Belinda Schwenter

    Frankreich,

    Wer in einem Restaurant in Nizza (F) nach dem Essen eine Sechs würfelt, muss die Rechnung nicht bezahlen. Auch andere Betriebe setzen auf dieses Konzept.

    La Barque Bleue
    Wer im «La Barque Bleue» nach dem Essen eine Sechs würfelt, bezahlt nichts. - «La Barque Bleue»

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein französisches Restaurant nutzt für ihre Kundenbindung ein besonderes Konzept.
    • Wer nach dem Essen eine Sechs würfelt, bezahlt nichts.
    • Auch in anderen Betrieben wird diese Spiel-Aktion angewendet.

    Ein Restaurant im Hafenviertel von Nizza hat sich etwas Ungewöhnliches ausgedacht. Statt Rabattgutscheine oder Treuepunkte anzubieten, setzt das Lokal «La Barque Bleue» auf Zufall.

    Wer dort zu bestimmten Zeiten isst, bekommt am Ende des Essens einen Würfel auf den Tisch gelegt. Wer eine Sechs würfelt, zahlt gar nichts.

    Die Aktion gilt täglich während zwei Zeitfenstern. Das erste findet vormittags zwischen zehn und zwölf Uhr statt. Das zweite läuft am späten Nachmittag von 17 bis 19 Uhr. Pro Tisch gibt es genau einen Wurf.

    Und: «Es gibt keine Obergrenze», teilt das Restaurant dem Nachrichtenportal «actu.fr» mit. Egal wie viel eine Gruppe bestellt hat, die gesamte Rechnung entfällt bei einer Sechs.

    Restaurantbesitzer Christian erklärt, warum er auf dieses Konzept setzt. «Wir wollten, dass die Leute mit einer Erinnerung nach Hause gehen, nicht nur mit einer Rechnung», sagt er. Der Moment mit dem Würfel sorge für Stimmung im ganzen Lokal.

    Würde dich das Würfel-Konzept in die Beiz locken?

    «Der Würfel bringt den ganzen Saal zum Lachen, selbst die, die verlieren. Und wenn jemand eine Sechs wirft, glauben Sie mir, dann hört es jeder», so Christian.

    Rechtlich gesehen ist dieses Konzept in Frankreich kein Problem. Die staatliche Verbraucherschutzbehörde weist darauf hin, dass Werbe-Lotterien unter bestimmten Bedingungen erlaubt seien.

    Entscheidend sei demnach, dass nicht das Spiel selbst verkauft wird, sondern das eigentliche Angebot des Restaurants.

    Kein neues Konzept

    Der Restaurantbesitzer habe sich an Vorbildern aus London orientiert. Dort nutzen Gastronomiebetriebe ähnliche Aktionen bereits seit einiger Zeit.

    Auch in anderen Ländern kennt man das Bezahl-Spiel bereits. So nutzte beispielsweise «Luxis Kaffee & Bar» im deutschen Nienburg das Konzept.

    Alle Reservierungen um 17.30 Uhr hatten dort die Chance auf ein Gratis-Essen – jedoch bis maximal 200 Euro.

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    Im «Lexis Kaffee & Bar» konnte man auch ums Bezahlen würfeln. - Instagram/@luxis_kaffee_bar

    Das Spiel bewährte sich in jenem Laden jedoch nicht: Zum Ende des letzten Jahres schloss die Kaffeebar ihre Türen.

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    Kommentare

    User #3974 (nicht angemeldet)

    Darf man zum würfeln den eigenen Würfel mitnehmen ?

    MRDOOM

    1:6 = 16.667% pro Tisch und nur während wo das Restaurant bestenfalls halb gefüllt ist. Ferner ist die Aussicht wie ein Katalysator mehr zu konsumieren….den Konsument freut das Game, dem Wirt sind höhere Einnahmen gewiss - win/win

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