Jürgen Klopp nennt neue DFB-Regeln: Kein Coiffeur!
Während die DFB-Neulinge von Bundestrainer Jürgen Klopp schwärmen, stellt dieser neue Regeln auf. Friseur-Besuche sind bei Länderspiel-Terminen verboten.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Donnerstag steht Jürgen Klopp erstmals als Bundestrainer an der Seitenlinie.
- Der 59-Jährige trifft mit dem DFB-Team in Amsterdam auf die Niederlande.
- Für seinen ersten Zusammenzug hat «Kloppo» neue Regeln eingeführt.
«I am the new one!» Mit diesen Worten hat sich Jürgen Klopp jetzt auch noch auf dem englischen Instagram-Channel der deutschen Nationalelf vorgestellt. Der neue Bundestrainer sorgt bei unserem nördlichen Nachbarn für eine grosse Aufbruchstimmung.

Am Dienstag hat «Kloppo» sein erstes Training geleitet. Mit dabei: Die erste Hälfte seines 44-köpfigen XXL-Kaders, die er sich zum Start der Nations League eingeladen hat.
Mit der Aufteilung auf zwei Teams will er einerseits die Belastungssteuerung unterstützen. Andererseits auch viele neue Gesichter testen.

Jürgen Klopp stellt neue Regeln auf
Doch nicht nur neue Gesichter wie Younes Ebnoutalib (Frankfurt) oder Philipp Treu (Freiburg) sollen beim DFB-Team für neuen Schwung sorgen. Auch punkto Teamregeln zieht Jürgen Klopp neue Saiten auf. Eine Ansage: Der Bundes-Klopp fordert Pünktlichkeit beim Team-Abendessen.
Unter Vorgänger Julian Nagelsmann durfte das Team gemäss «Bild» zwischen 19 und 20 Uhr zum Essen eintrudeln. Jetzt haben alle gemeinsam zu erscheinen. Dabei soll auch deutlich mehr Austausch entstehen als zuletzt.

Dazu führt Klopp auch ein «Coiffeur-Verbot» ein: In Zukunft sind keine Friseurbesuche während Länderspielen erlaubt. Und bei der Aktivierung an Spieltagen, sei es im Fitnessraum oder in der Massage, gilt ein Handy-Verbot. Dafür sollen mehr Gespräche mit Mitspielern erwünscht sein.
Sportlich ist der neue Bundestrainer am Donnerstag erstmals gefordert: Am Donnerstag (20.45 Uhr) trifft Deutschland in Amsterdam auf die Niederlande.
«Für den würde ich durchs Feuer gehen»
Vor allzu grossen Erwartungen warnt Jürgen Klopp aber: «Ich kann nicht ändern, dass jetzt irgendjemand so dämlich ist, zu glauben, dass wir mit anderthalb Trainingseinheiten die Fussballwelt einmal auf den Kopf gestellt hätten.»

Neuling Younes Ebnoutalib erklärt, was Klopp von seinen Spielern fordert: «Er erwartet, dass wir mit Stolz die deutsche Nationalmannschaft präsentieren. Gas geben, auch wenn es mal nicht läuft, alles reinhauen.»
Der Frankfurt-Stürmer hat sich auch dank des überraschenden Aufgebots gegen die Nationalmannschaft Marokkos entschieden. Seine Begründung klingt simpel: «Wenn Kloppo dich anruft, muss man hingehen!»
Und auch Freiburg-Verteidiger Philipp Treu ist bei seinem ersten DFB-Aufgebot voll des Lobes: «Durch seine lockere, positive Art, wie er einen anlacht, sagst du: Der ist ja ein Mega-Typ, mit dem habe ich einfach Bock, zu arbeiten. Da merkt man: Für den würde ich durchs Feuer gehen.»
















