Tom Lüthi wird nach seinem Rücktritt nicht aus der Welt des Motorsports verschwinden. Er wird der Manager von Noah Dettwiler und Sportchef eines Moto3-Teams.
Tom Lüthi
Tom Lüthi ist zurückgetreten. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach fast 20 Jahren beendet Thomas Lüthi seine Karriere als aktiver Motorrad-Rennfahrer.
  • Der 34-Jährige widmet sich in Zukunft dem Schweizer Motorrad-Sport.
  • Als Manager von Nachwuchstalent Noah Dettwiler will er seine Erfahrungen weitergeben.

Nach 19 Jahren ist Schluss: Thomas Lüthi tritt per Ende Saison als aktiver Motorrad-Rennfahrer zurück. Das teilt der Emmentaler am Donnerstag via Instagram mit.

Tom Lüthi
Tom Lüthi fährt in seiner letzten Saison für das spanische Pertamina Mandalika SAG Team in der Moto2.
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2005 feiert er als Jungspund den Weltmeister-Titel in der 125ccm-Kategorie.
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2007 folgt der Sprung in die 250ccm-Kategorie, die heutige Moto2.
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Über Jahre kämpft der Berner dort um WM-Punkte.
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2016 und 2017 darf er sich als Vize-Weltmeister feiern lassen.
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Ab 2018 versucht sich Lüthi in der MotoGP. In der Königsklasse ist er aber chancenlos.
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Deshalb kehrt der 34-Jährige nach nur einem Jahr wieder in die Moto2 zurück, wo er Ende 2021 seine Karriere beenden wird.

Die schwache erste Saisonhälfte habe seine Gedanken beeinflusst, erklärt der 34-Jährige aus Linden BE gegenüber «SRF». «Ich habe mir überlegt, was die Möglichkeiten sind, wie die sportlichen Chancen aussehen. Und wie es mit dem Team und der Klasse aussieht.»

Verstehen Sie den Entscheid von Tom Lüthi?

Trotz der Steigerung in den letzten Rennen sei der Moment nun gekommen, «vor allem im Hinblick auf die Zukunft.»

Tom Lüthi wird Manager von Noah Dettwiler

Dort will Tom Lüthi seine Erfahrungen weitergeben – primär an den Schweizer Nachwuchsfahrer Noah Dettwiler.

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Tom Lüthi verkündet sein Karriereende auf Instagram. - instagram/tomluethi12

Beim erst 16-jährigen Talent übernimmt Lüthi das Management – aus gutem Grund: «Es liegt mir am Herzen, dass wir den Schweizer Motorrad-Sport am Leben halten.»

Es sei wichtig, dass man hierzulande dranbleibe, weiss Lüthi. Nicht, damit es wie vor ihm kaum einen Fahrer aus der Schweiz gibt. «Ich glaube, ich kann da etwas bewirken», meint der 125ccm-Weltmeister von 2005.

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Tom Lüthi kümmert sich künftig um das Management des Schweizer Nachwuchsfahrers Noah Dettwiler. - Instagram/noah_dettwiler_55

Tom Lüthi wird Sportchef in der Moto3

Noah Dettwiler wird aber nicht das einzige Engagement in der Zukunft von Thomas Lüthi sein. Ab kommender Saison funktioniert er ebenfalls beim Deutschen Moto3-Rennteam «PrüstelGP» – als Sportchef.

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