Teamchef-Debatte bei Ferrari? Hamilton stellt sich hinter Vasseur
Lewis Hamilton will von einer Teamchef-Diskussion bei Ferrari nichts hören. Der Rekord-Weltmeister stellt sich demonstrativ hinter Fred Vasseur.

Das Wichtigste in Kürze
- Ferrari wird auch 2026 den Weltmeistertitel in der Formel 1 verpassen.
- Das lange Warten bei der Scuderia führt in Italien zu Diskussionen um Teamchef Fred Vasseur.
- Der Franzose erhält nun Rückendeckung von Lewis Hamilton. Spielt Christian Horner dabei eine Rolle?
Brodelt es bei Ferrari angesichts einer weiteren Saison ohne WM-Titel hinter den Kulissen? Die Scuderia wird auch 2026 ohne Weltmeister-Krone bleiben – seit 2008 holte Ferrari keinen Titel mehr nach Maranello. Nächstes Jahr sind 19 Jahre seit dem letzten Titel, die Rekord-Durststrecke von 21 Jahren rückt immer näher.
Kein Wunder also, dass eine Diskussion um Teamchef Fred Vasseur zumindest plausibel erscheint. Der Franzose ist in seiner mittlerweile vierten Saison als Scuderia-Chef. Ernsthaft um den WM-Titel gekämpft hat die Traditionsmarke mit dem Cavallino Rampante in dieser Zeit aber nie.

In den italienischen Medien wurde zuletzt spekuliert, dass Vasseur das Vertrauen von Superstar Lewis Hamilton verloren habe. Mehr noch: Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner brachte sich in Maranello ins Gespräch. Nach seiner Entlassung wegen eines Belästigungs-Skandals im Sommer 2025 ist er auf Job-Suche.
Lewis Hamilton stellt sich hinter Fred Vasseur
Vor dem Bahrain-GP in Malaysia am Wochenende stellt sich Hamilton nun demonstrativ hinter Fred Vasseur. «Ich glaube, er hat die volle Unterstützung», meint der Rekord-Weltmeister über Vasseurs Verhältnis zur Konzern-Führung. «Sie haben schon viele Leute in dieser Rolle ausprobiert, aber Fred ist ein toller Anführer.»

«Er ist wirklich der richtige Mann, um dieses Team in die richtige Richtung zu führen», so Hamilton weiter. «Fred hat im vergangenen Jahr dazu beigetragen, Veränderungen im Team umzusetzen. Er hat uns geholfen, den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM zu erreichen. Das war ein Riesen-Schritt», so der Brite.
Negativität rund um Ferrari «frustrierend»
«Für mich ist es frustrierend, all diese Negativität zu sehen», meint der siebenfache Weltmeister. «Andere Leute machen Fehler, und keiner sagt etwas darüber. Wenn wir den gleichen Fehler machen oder nicht perfekt sind, ist es aus irgendeinem Grund zehnmal schlimmer.»

Bei der «mit Abstand besten Marke» sei das bis zu einem gewissen Grad auch zu erwarten, gibt Hamilton zu. «Es gibt eine Struktur, die schon seit einiger Zeit besteht. Vielleicht muss man diese Struktur mit Blick auf die Zukunft überdenken. Ich weiss, was ich ändern würde, aber darüber werde ich nicht sprechen», so der Brite.
















