Formel 1 zu gefährlich? Perez warnt: «Bald passiert etwas Schlimmes»
Die neue Motoren-Generation in der Formel 1 hat sich als Schuss in den Ofen entpuppt. Und trotz Anpassungen fürchten die Fahrer immer noch schwere Unfälle.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Motoren-Misere in der Formel 1 hat auch eine Sicherheits-Komponente.
- Cadillac-Pilot Sergio Perez verrät: Er entging in Baku nur knapp einer schweren Kollision.
- Die hohen Tempo-Unterschiede stellen für den Mexikaner ein enormes Risiko dar.
Das neue Motorenreglement der Formel 1 hat sich – wie von Fahrern und Fans befürchtet – als Reinfall entpuppt: Den Triebwerken geht auf langen Geraden die Batterie-Power aus, selbst bei Vollgas werden die Autos dadurch langsamer. Kein Wunder, steht eine Rückkehr zu V8-Motoren für die Zukunft im Raum.
Auf die aktuelle Motoren-Misere hat die Formel 1 eilig reagiert: Mit Not-Korrekturen an den Energie-Vorschriften wurde das Problem für 2026 zumindest etwas eingedämmt. Ab nächster Saison liefern die Verbrenner mehr Leistung, die Batterien weniger. Dafür werden aber die Rennen kürzer.
Perez warnt: «Bald wird etwas Schlimmes passieren»
Angesichts dieser Peinlichkeiten geht der Sicherheits-Aspekt beinahe vergessen. Aber die dramatischen Unterschiede in der Höchstgeschwindigkeit stellen im Zweikampf ein enormes Risiko dar. Verliert das vorausfahrende Auto plötzlich Tempo, könnte der Verfolger im schlimmsten Fall hart auffahren.

Vor diesem Risiko warnt nach dem Aserbaidschan-GP auch Formel-1-Veteran Sergio Perez. Der Cadillac-Pilot hatte beim Aserbaidschan-GP einen heiklen Moment mit Liam Lawson, wie er verrät. «Ich hätte beinahe einen schweren Unfall mit ihm gehabt», so der Mexikaner.
«Ich habe mich gegen ihn verteidigt, aber die Unterschiede bei der Leistungsentfaltung und der Motoren-Leistung sind zu gefährlich. Ich befürchte, dass bald etwas Schlimmes passieren wird, wenn wir die Regeln nicht ändern», warnt der Cadillac-Routinier.

Seiner Meinung nach müsse sich die Formel 1 «intensiv damit auseinandersetzen, wie es um das Energiemanagement und die Motoren-Unterschiede steht». Perez hofft dabei auch auf die für 2027 geplanten Anpassungen bei der Leistungs-Verteilung zwischen Verbrenner und Elektro-Antrieb.
Bekommt die Formel 1 das Problem in den Griff?
«Ich hoffe sehr, dass sie die Lücke schliessen können», so der Mexikaner. «Im Moment hat man das Gefühl, dass Mercedes und Red Bull einen sehr starken Motor haben. Sie können einen an Stellen überholen, wo unser Deployment so miserabel ist und ihres ganz anders.» Zur Erinnerung – Cadillac nutzt Ferrari-Motoren.

Die Geschwindigkeitsunterschiede beim Überholen seien «einfach zu gefährlich», so die Meinung des Grand-Prix-Veteranen. Und die aktuelle Motoren-Generation macht den Fahrern auch wenig Spass. Gefragt, ob die Motoren den Kult-Kurs in Sepang «ruinieren» würden, meinte Perez: «Reden wir lieber nicht darüber.»
















