Red Bull

    Red Bull sieht Vorteile in eigenem Motor: «Teure Entscheidung»

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Grossbritannien,

    Ab 2026 setzt Red Bull in der Formel 1 seine eigenen Motoren ein. Der Aufbau einer Triebwerks-Abteilung ist teuer – bringt langfristig aber Vorteile.

    Red Bull Max Verstappen
    Max Verstappen (Red Bull) beim Spanien-GP der Formel 1. - Red Bull Content Pool

    Das Wichtigste in Kürze

    • Red Bull wird ab 2026 auch als Motoren-Hersteller in der Formel 1 antreten.
    • Das eigene Triebwerk wird mit Unterstützung von Ford entwickelt.
    • Teamchef Christian Horner sieht Vorteile – warnt aber auch vor der Umstellung.

    Aktuell ist Honda noch Motoren-Partner von Red Bull – allerdings schon in einem eigenwilligen Konstrukt. Die von Honda entwickelten Motoren werden mittlerweile in der Red-Bull-Fabrik in Milton Keynes aufgebaut.

    Wird Red Bull mit seinem eigenen Formel-1-Motor erfolgreich sein?

    Das ist die Spätfolge von Hondas Rückzug und kurz darauf folgender Rückkehr in die Formel 1. Nach der Saison 2021 zogen sich die Japaner zurück, kein ganzes Jahr später war man wieder dabei. Nur: Red Bull stellte zwischenzeitlich schon andere Weichen.

    Red Bull musste «teure Entscheidung» treffen

    Ab 2026 wird das aktuelle Weltmeister-Team mit Honda zusammenarbeiten. Dafür entsteht hausintern ein eigener Motor, der US-Hersteller liefert Know-How für Batterien und andere Hybrid-Komponenten. Honda bleibt aussen vor und beliefert ab 2026 Aston Martin.

    Christian Horner Red Bull
    Christian Horner, Teamchef von Red Bull, im Gespräch mit Max Verstappen. - Red Bull Content Pool

    Die Entscheidung, einen eigenen Motor zu bauen, war keine einfache. «Es war sicherlich eine teure Entscheidung», sagt Teamchef Christian Horner zu «Motorsport.com». «Aber es geht darum, unser Schicksal längerfristig selbst in die Hand zu nehmen.»

    Denn der Honda-Rückzug stürzte Red Bull unverschuldet in die Krise. Plötzlich drohte die Rückkehr zum Kundenteam-Dasein. Das wollte man nach den Erfahrungen als Renault-Motorenkunde aber vermeiden.

    Nur Ferrari baut alles am gleichen Standort

    Stattdessen investierte man in eine eigene Motoren-Abteilung – und freut sich auf die Vorteile. «Das bringt uns – abgesehen von Ferrari – in eine einzigartige Position: Alles entsteht unter einem Dach, auf einem Campus.»

    Red Bull Ferrari
    Wie Ferrari baut künftig auch Red Bull alle Teile am gleichen Standort. - Red Bull Content Pool

    Nur die Scuderia entwickelt Chassis und Motor am gleichen Standort. «Das führt zu Effizienzsteigerungen und Synergien. Nicht einmal bei Mercedes sind Chassis und Motor im gleichen Besitz oder befinden sich auf dem gleichen Gelände.»

    Kurzfristig werde man zwar unter der Umstellung leiden, befürchtet Horner. «Ich denke, es wird ein wenig dauern, bis sich der Nutzen davon wirklich zeigt. Aber es war zu 100 Prozent die richtige Investition», so der Red-Bull-Teamchef.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    IndyCar Formel 1 Power
    16 Interaktionen
    «Es ist ein Witz»
    Ferrari Formel 1 Spanien
    15 Interaktionen
    Rückstand gross
    Lewis Hamilton Mercedes Spanien
    7 Interaktionen
    «Am Boden bleiben»

    MEHR IN SPORT

    SRF
    SRF löscht Clips
    FC Basel FC Lugano
    23 Interaktionen
    Lugano-Pleite

    MEHR RED BULL

    Christian Horner Red Bull
    5 Interaktionen
    Ex-Teamchef
    Red Bull Max Verstappen
    2 Interaktionen
    F1-Olymp!
    Isack Hadjar Red Bull
    5 Interaktionen
    Crash beim Shakedown

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    Premier League
    1 Interaktionen
    Premier League
    Gaza-Demo
    5 Interaktionen
    London
    a
    19 Interaktionen
    Mit Riesenkürbis