Red Bull: Diese F1-Stars wollte Horner als Verstappen-Teamkollegen
Vergangenes Jahr musste Christian Horner nach zwei Jahrzehnten seinen Teamchef-Posten bei Red Bull räumen. Jetzt plaudert der Brite aus dem Nähkästchen.

Das Wichtigste in Kürze
- In seinem neuen Buch «Drive» plaudert Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner (52) aus dem Nähkästchen.
- Der Brite verrät, wen er 2024 anstelle von Sergio Perez in den zweiten Red-Bull-Renner setzen wollte.
- Seine Wunsch-Lösungen seien aber am internen Machtkampf bei den Bullen gescheitert.
Zwei Jahrzehnte lang hat Christian Horner die Geschicke von Red Bull in der Formel 1 geleitet. Im Juli 2025 musste der Brite inmitten eines Formtiefs beim Bullen-Rennstall seinen Posten räumen. Seither amtet Laurent Mekies als Teamchef bei Red Bull und verlängerte diese Woche bis 2031.
Ein Jahr zuvor war Horner bereits in einen Skandal verwickelt gewesen: Ihm wurde vorgeworfen, eine Affäre mit einer Mitarbeiterin geführt und diese nach Ende der Affäre weiter belästigt zu haben. Eine Untersuchung befand den heute 52-Jährigen damals für nicht schuldig.

Jetzt liebäugelt der Brite mit einer Rückkehr in den Formel-1-Dunstkreis – als Teamchef und als Anteilseigner. Unter anderem wurde Horner in den letzten Wochen mit dem Teamchef-Posten bei Ferrari in Verbindung gebracht. Auch rund um die Teams von Williams, Alpine und Aston Martin fällt immer wieder sein Name.
Horner wollte Alonso zu Red Bull holen
In seinem demnächst erscheinenden Buch «Drive» plaudert Horner auch über eine seiner letzten grossen Entscheidungen als Teamchef bei Red Bull: Die Besetzung des zweiten Cockpits neben Max Verstappen für die Saison 2025. Sergio Perez musste nach einer Debakel-Saison 2024 gehen.

«Checos Form war im Vergleich zu dem Fahrer, der er in den vergangenen Saisons gewesen war, nicht wiederzuerkennen. Ich beschloss, nach einem möglichen Ersatz zu suchen», schildert der Brite in seinem Rückblick auf die Fahrerfrage.
Aber wer sollte auf den Mexikaner folgen? Horner schreibt in seinem Buch, dass er einen klaren Favoriten für das Cockpit gehabt habe: «Beim Japan-GP sagte Fernando Alonso zu mir, dass er nächste Saison gerne neben Max Verstappen fahren würde.»

Doch der Machtkampf innerhalb von Red Bull war damals bereits in vollem Gange. Und das wirkte sich auch auf die Fahrer-Diskussionen aus – zu Ungunsten von Alonso. «Helmut Marko machte mir, scheinbar im Namen von Verstappens Managementteam, deutlich, dass sie mit dieser Idee nicht einverstanden waren».
Auch Leclerc war bei Red Bull ein Thema
Der zweite Name auf der Liste sei Ferrari-Star Charles Leclerc gewesen. «Er war schnell, stark über eine Runde und hatte einen entschlossenen Charakter. Sicher, er machte hin und wieder einen Fehler, den Red Bull ausgenutzt hatte. Aber egal in welcher Situation – er kritisierte Ferrari nie», schildert Horner.

«Ich hatte das Gefühl, dass er die Lücke füllen könnte, und er schien bei Ferrari frustriert zu sein. Aber kurz darauf sagte mir Helmut, ich solle Charles ebenfalls einfach vergessen. Genau wie bei Fernando würde daraus nichts werden. Ich wusste sofort, dass dieser Befehl nicht von Max kam», betont Horner.
Vielmehr sei die Fahrer-Diskussion zum Spielball des internen Machtkampfs geworden – letztlich setzte sich Helmut Marko durch. Liam Lawson wurde befördert, aber nach zwei desaströsen Rennwochenenden durch Yuki Tsunoda ersetzt. Auch der Japaner enttäuschte und musste nach einem Jahr für Isack Hadjar weichen.

Der Franzose hat sich an der Seite von Verstappen in dieser Saison aber bewährt. Hadjar stand zweimal auf dem Podest und landete nur einmal – in Japan – nicht in den Punkterängen. Der 22-Jährige wird auch kommende Saison im zweiten Red-Bull-Renner sitzen.
















