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    Porsche wegen Hersteller-Krise vor Rückzug aus der Langstrecken-WM

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Frankreich,

    Das Werks-Engagement von Porsche in der Langstrecken-WM steht offenbar vor dem Aus: Die Krise beim deutschen Sportwagen-Hersteller hat Konsequenzen.

    Porsche WEC Le Mans
    Porsche beendet wohl sein Werks-Engagement in der Langstrecken-WM. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Porsche steht offenbar vor einem Rückzug aus der Langstrecken-WM.
    • Der deutsche Hersteller steckt wirtschaftlich in der Krise und muss sparen.
    • Trotz grosser Erfolge fällt das WEC-Programm wohl dem Rotstift zum Opfer.

    Steht nach Lamborghini der nächste Hersteller in der Langstrecken-WM vor dem Aus? Einem Bericht von «Motorsport-Total.com» zufolge zieht Porsche bei seinem Werks-Einsatz in der WEC den Stecker. Schon am Saisonende soll das Projekt rund um den erfolgreichen Porsche 963 eingestampft werden.

    Gefällt dir Porsches Mischung aus Elektro- und Verbrenner-Modellen?

    Dabei holte der Hersteller im Vorjahr sogar noch den Fahrer-WM-Titel in der Langstrecken-WM. Einen Sieg beim unbestrittenen Saisonhighlight, den 24 Stunden von Le Mans, jagt man seit dem Prototypen-Comeback aber noch. Zuletzt gewann Ferrari den Langstrecken-Klassiker dreimal in Folge.

    Porsche Volkswagen
    Porsche und Volkswagen stecken wirtschaftlich in der Krise – das hat Folgen für den Motorsport. - keystone

    Nun soll das Engagement in der Langstrecken-WM beendet werden, wie es heisst. Anlass dafür ist offenbar die wirtschaftliche Krise beim deutschen Sportwagen-Hersteller. Dessen Verkaufszahlen bei seinen Serienmodellen erfordern ein Sparprogramm, einen Stellenabbau – und offenbar auch Motorsport-Einschnitte.

    Porsche nur noch privat in der WEC?

    Werks-Einsätze hat Porsche im Motorsport-Bereich nur in zwei Weltmeisterschaften: Neben der Langstrecken-WM ist der deutsche Hersteller auch in der Formel E am Start. Das Engagement in der Elektro-Rennserie sei aber durch die Kosten-Obergrenze deutlich günstiger. Und die Elektrifizierung passe auch besser zur Serien-Modellpalette.

    Porsche Le Mans Proton
    Bleibt der privat eingesetzte Proton-Porsche auch 2026 in der WEC? - Michelin Motorsport

    Einen kleinen Lichtblick gibt es aber noch: Zumindest der Porsche-Einsatz in Nordamerika in der IMSA-Langstrecken-Serie soll fortgesetzt werden. Dort ist nicht nur Einsatzpartner Penske beheimatet, die Einsatzkosten sind auch geringer als in der Langstrecken-WM. Und weil dort keine LMH-Renner starten, sind LMDh-Autos wie der Porsche 963 im Vorteil.

    Hypercar-Reglement – LMH oder LMDh?

    Die Langstrecken-WM erlaubt zwei Arten von Autos – nach dem LMH- oder dem LMDh-Reglement aufgebaute Renner sind zugelassen.

    • Das LMH-Reglement ist für vollwertige Prototypen gedacht, mit eigens entwickeltem Chassis und Hybrid-Antrieb.

    • Im Gegensatz dazu basieren LMDh-Autos auf einem LMP2-Chassis. Das spart Kosten, bringt aber Nachteile mit sich.

    • Auf eine schnelle Runde sind die Autos praktisch gleichwertig; auf längere Distanzen haben die LMH-Renner aber Vorteile.

    Zudem bleibt für 2026 eine Rest-Hoffnung auf einen privat eingesetzten Porsche in der WEC. In der laufenden Saison ist das Proton-Team mit dem Schweizer Neel Jani in der Langstrecken-WM mit dabei. Und für Le Mans könnte über die IMSA-Serie auch noch ein Werks-Porsche einen Startplatz ergattern.

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    Kommentare

    User #2745 (nicht angemeldet)

    Blume hat doch gerade verkündet die Talsohle sei durchschritten.. Und wir freuen und schon alle auf batteriebetriebene 🆕🆒 gechopte VW Käferlein 🪲😂

    User #2231 (nicht angemeldet)

    Das Verbrenner aus, wird auch der Anfang vom Ende von Porsche sein. Elektrische Sportwagen interessiert einfach praktisch niemanden

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