Max Verstappen: Würde dem Team sagen «verpisst euch!»
Oscar Piastri wird McLaren-Kollege Lando Norris in Katar nicht unterstützen. Titel-Rivale Max Verstappen findet klare Worte.

Das Wichtigste in Kürze
- Lando Norris kann sich am Wochenende in Katar zum Weltmeister krönen.
- Oscar Piastri fährt weiterhin gegen und nicht für seinen McLaren-Teamkollegen.
- Max Verstappen bleibt im Kampf um seinen fünften WM-Titel realistisch – und deutlich.
Der Titelkampf der Formel 1 kann sich am Sonntag entscheiden. Holt Lando Norris beim Sprintwochenende in Katar zwei Punkte mehr als Teamkollege Oscar Piastri und Max Verstappen, ist der McLaren-Pilot Weltmeister.
Sowohl Titelverteidiger Verstappen (Red Bull) als auch der formschwache Piastri wollen dies abwenden. Mit je 24 Punkten Rückstand hat Norris aber alle Vorteile auf seiner Seite.
Piastri hilft Norris nicht – profitiert Verstappen?
Etwas wird dem WM-Leader aber nicht zugesichert: die Unterstützung seines Teamkollegen. «Ja, es gab eine kurze Diskussion. Und ich habe nein gesagt», stellt Piastri vor den beiden Katar-Rennen klar. Und weiter: «Ein Jäger muss skrupellos sein.»

Seit der höchst umstrittenen Stallorder in Monza – zuungunsten Piastris – stand der einst souveräne WM-Leader nie mehr auf dem Podest.
In Katar ist trotzdem mit dem Australier zu rechnen, immerhin stand er hier in seinen beiden früheren Formel-1-Rennen jeweils auf dem Podest.

Den Titel will Piastri seinem Teamkollegen also nicht einfach herschenken. Das gefällt Max Verstappen – in zweierlei Hinsicht: Der Niederländer verabscheut Stallorder und könnte bei einem McLaren-internen Zweikampf der lachende Dritte sein.
Dass McLaren weder Norris noch Piastri bevorzugt, sei deshalb «perfekt», sagt der vierfache Weltmeister in Katar. McLaren habe nach den Vorfällen in dieser Saison auch keine andere Wahl, als beide Fahrer fahren zu lassen.
Verstappen stellt klar: Würde er an Piastris Stelle vom Team gebeten, seinen Teamkollegen zu unterstützen, «würde ich ihnen sagen ‹verpisst euch!›»
Max Verstappen: «WM wäre schon lange vorbei»
Kann der Red-Bull-Pilot in der Saison-Schlussphase aber wirklich von einem möglichen McLaren-Kampf profitieren?
Um 24 Punkte in zwei Rennen gutzumachen, braucht auch ein vierfacher Weltmeister etwas Glück. Trotzdem: «Fünf Titel sind besser als vier», sagt «Super-Max» in einem F1-Interview. Ob ihm das Mini-Wunder (Verstappen hatte einst 104 Punkte Rückstand) gelingt oder nicht – «es wird mein Leben nicht verändern».
“Five is better than four”
— Formula 1 (@F1) November 27, 2025
Max Verstappen sits down with Chris Medland to reflect on his season so far and share his thoughts on the 2025 title fight, with two races left in his push for a fifth world championship 🤩#F1 #QatarGP pic.twitter.com/jhJa1OpkIz
Als Red-Bull-Pilot müsse man die Situation realistisch betrachten, fährt der Niederländer fort: «Wir sind noch im Titelkampf, weil andere Leute versagt haben und nicht zwingend aufgrund unserer Leistungen.»
Mit einem Schmunzeln spitzelt Max Verstappen gegen McLaren: «Wenn wir so ein dominantes Auto gehabt hätten wie sie, wäre die WM schon lange vorbei.»
Intensiver Schlussspurt
Für Spannung und Drama herrschen in Katar also beste Voraussetzungen vor. Das Sprintrennen auf dem Lusail International Circuit findet am Samstag ab 15 Uhr statt, das Hauptrennen am Sonntag ab 17 Uhr.
Eine Woche später geht in Abu Dhabi die Formel-1-Saison zu Ende.
















