Um eine Rückversetzung wegen zu vieler verwendeter Motoren kommt Max Verstappen nicht herum. Womöglich startet der WM-Leader schon in Russland als Letzter.
Max Verstappen Red Bull
Max Verstappen (Red Bull Racing) beim Italien-GP der Formel 1. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Max Verstappen wird beim Russland-GP für die Kollision in Italien zurückversetzt.
  • Womöglich startet der Holländer sogar vom Ende des Feldes.
  • Beim Red-Bull-Piloten ist eine Motoren-Strafe unausweichlich.

Einen grossen Nachteil hat Max Verstappen im Titelkampf der Formel 1: Der Holländer muss mit Sicherheit einen vierten Motor verwenden. Nach dem von Lewis Hamilton verursachten Unfall in Silverstone ist eines von Verstappens Honda-Triebwerken Schrott.

Max Verstappen und Lewis Hamilton kollidieren in Silverstone. - Twitter/@MteojaH

Damit geht eine Strafversetzung in der Startaufstellung einher – irgendwann in dieser Saison muss Verstappen zehn Plätze zurück. Gut möglich, dass Red Bull schon beim Russland-GP an diesem Wochenende in den sauren Apfel beisst.

Max Verstappen in Sotschi schon mit Strafe

Denn: Für die Kollision in Monza fasste Verstappen schon eine Rückversetzung um drei Plätze aus. Und der Kurs in Sotschi ist ohnehin eher eine Mercedes- als eine Red-Bull-Strecke. Platz drei ist bei normalem Verlauf wohl das Maximum für Verstappen.

Lewis Hamilton und Max Verstappen schiessen sich gegenseitig ab. - SRF

Zumindest ein Top-5-Ergebnis sollte dem Holländer auch von ganz hinten gelingen. Hinzu kommt, dass für das gesamte Wochenende in Sotschi starker Regen erwartet wird. Im Regen ist Red Bull üblicherweise schneller – das könnte eine Aufholjagd begünstigen.

Laut Motorsport-Berater Helmut Marko ist die Entscheidung aber noch nicht gefallen – man wartet zuerst die Trainingsleistungen ab. «Wir schauen einmal, wie generell der Speed im Vergleich zu Mercedes sein wird», so der Österreicher bei «RTL».

Max Verstappen Helmut Marko
Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko im Gespräch mit Max Verstappen. - Red Bull Content Pool

Früher oder später muss Max Verstappen den zusätzlichen Motor einbauen. Vielleicht wartet Red Bull aber noch etwas länger damit. «Wir warten das Qualifying ab, wir warten die Wetterverhältnisse ab. Und dann entscheiden wir», erklärt Marko.

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