USA lassen Ausnahme von Sanktionen auf russisches Öl auslaufen

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Die USA haben eine Ausnahmeregelung auslaufen lassen, die in den vergangenen Wochen angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise Sanktionen auf russisches Öl gelockert hatte. Vor gut einem Monat hatte eine Behörde des Finanzministeriums mitgeteilt, den Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Schiffe geladen wurde, bis zur Nacht auf diesen Samstag von US-Verboten auszunehmen. Bis zum Nachmittag (Ortszeit) veröffentlichte die Behörde auf ihrer Website keinen Hinweis über eine Verlängerung der Massnahme.

ARCHIV - Der russische Öltanker «Anatoli Kolodkin» nähert sich der Stadt Matanzas auf Kuba. Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa
ARCHIV - Der russische Öltanker «Anatoli Kolodkin» nähert sich der Stadt Matanzas auf Kuba. Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa - Keystone/AP/Ramon Espinosa

In den USA gibt es seit Jahren Sanktionen, die den russischen Ölsektor betreffen. Mit ihrer Ausnahmeregelung wollten die USA globale Energiemärkte beruhigen. Aus diesem Grund hatten sie bereits Mitte März für einige Wochen eine solche Massnahme veranlasst. Kritiker bemängelten, Russland werde dadurch finanziell gestärkt. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine.

Die demokratischen Senatorinnen Jeanne Shaheen und Elizabeth Warren forderten die von Präsident Donald Trump geführte US-Regierung am Freitag auf, die jüngste Ausnahme nicht zu verlängern: «Das Finanzministerium muss endlich seine schlecht durchdachte Politik beenden, Russland dabei zu helfen, noch mehr Geld aus Präsident Trumps rücksichtslosem Krieg im Iran zu schlagen», erklärten sie in einer gemeinsamen Mitteilung. Mit Blick auf den Benzinpreis in den USA gebe es zudem keine Anzeichen dafür, dass die Massnahme die Kosten für amerikanische Familien senke.

Der Benzinpreis ist in den USA seit Beginn des Kriegs im Iran erheblich gestiegen. An diesem Samstag mussten Amerikaner für eine Gallone (3,785 Liter) im Schnitt 4,52 US-Dollar (3,88 Euro) zahlen, wie aus einer Übersicht des Automobilverbands AAA hervorgeht. Zu Beginn des von den USA und Israel begonnenen Kriegs lag der Wert im Schnitt noch bei 2,98 Dollar.

Für Trump und seine Republikaner ist der gestiegene Spritpreis ein unbequemes Thema. Denn in den USA sind viele Menschen auf ihr Auto angewiesen – und der Blick richtet sich zunehmend auf die wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress im Herbst.

Kommentare

User #5947 (nicht angemeldet)

Als ob das jemanden interessiert, der noch alle Tassen beisammen hat. Der Rest hört halt weiter brav auf die USA und geht unter.

User #5529 (nicht angemeldet)

Die meisten Menschen sind so beschränkt dass sie nur noch über das Portemonnaie belehrbar sind. "Meh Stutz im Sack" ist auch so ein stumpfer Spruch den man überall lesen muss.

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