BSC Young Boys

YB: Fans warten Viertelstunde (!) auf VAR – SRF Ruefer sauer

Ronny Reisch
Ronny Reisch, Laurin Zaugg

Bern,

Beim 2:6 von YB gegen GC meldet sich sechsmal der VAR – 15 Minuten ist das Spiel dadurch unterbrochen. «So macht das wenig Sinn», beklagt Sascha Ruefer bei SRF.

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Hier ärgert sich SRF-Kommentator Sascha Rufer über den VAR. - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • YB verliert gegen GC 2:6 – Penalty-Entscheidungen und Rot sorgen für Gesprächsstoff.
  • In sechs Szenen meldet sich der VAR bei Schiedsrichter Alessandro Dudic.
  • Insgesamt ist das Spiel für eine Viertelstunde unterbrochen – zum Ärger des Publikums.
  • Im SRF-Kommentar sagt Sascha Ruefer: «So umgesetzt finde ich den VAR definitiv nicht gut.»

YB blamiert sich beim Heimspiel gegen GC, verliert gleich 2:6. Penaltys, ein Platzverweis und acht Tore: Das Spiel im Wankdorf ist ein Spektakel. Dieses wird aber ständig von langen Pausen durch den Videoschiedsrichter (VAR) unterbrochen.

Immer wieder gibt es an diesem Abend knifflige Entscheide, bei denen sich der Videoassistent einschaltet. In sechs VAR-Eingriffen kommt mehr als eine Viertelstunde an Verzögerungen zusammen. Das sorgt für Pfiffe von den Rängen.

Alessandro Dudic
Immer wieder hält Alessandro Dudic das Spiel an, weil sich der VAR meldet. Das sorgt für Ärger bei den Fans. (Archivbild) - Keystone

Knapp zwölf Minuten der Unterbrechungen entfallen auf die zweite Halbzeit. Das Kuriose: Nachgespielt werden trotzdem nur acht Minuten. Durchaus möglich aber, dass dies bei einem knapperen Spielstand in der 90. Minute anders gewesen wäre.

Der Reihe nach: Beim ersten Penalty der Partie gibt es noch kaum Diskussionen: Smith bekommt den Ball im Strafraum an die Hand – sofort zeigt Alessandro Schiedsrichter Alessandro Dudic auf den Punkt. Plange erzielt aus elf Metern das 2:0.

YB im Pech: Nach VAR zählt 3:1 doch

Fünf Minuten später meldet sich der VAR nach dem Anschlusstor von Sanches erstmals – hat dann aber doch nichts auszusetzen. Ebenfalls noch in der ersten Halbzeit hat Déborah Anex am Bildschirm in Volketswil ihren ersten grösseren Auftritt.

In der 33. Minute liegt der Ball erneut im YB-Tor – das Schiedsrichter-Gespann hat Torschütze Clemente im Offside gesehen. Minutenlang überprüft der VAR diese Entscheidung – und kippt sie schlussendlich.

Clemente
Torschütze Clemente steht vor dem 3:1 knapp nicht im Offside. - SRF Screenshot

SRF-Kommentator Sascha Ruefer kommt schnell zum Schluss: «Da ist noch ein Fuss von Andrews, der Treffer wird zählen.» Der VAR aber braucht für diese Erkenntnis deutlich länger.

«Klarer Treffer» führt zu langem VAR-Check

Nach der Pause fallen die VAR-Entscheide dann zu Gunsten von GC. Angefangen in der 67. Minute, als Andrews Gegenspieler im Strafraum Zvonarek foult. «Ein klarer Treffer», findet Ruefer. Nach über zwei Minuten Diskussion schreitet Dudic zum Bildschirm.

Alessandro Dudic
Alessandro Dudic wird mehrfach vom VAR an den Bildschirm zitiert. (Archivbild) - Keystone

Dort schaut der Schiedsrichter die Szene nochmal mehrfach an. «Jetzt entscheidet euch, Himmel, Herrgott nochmal», bricht es aus Ruefer heraus. Tatsächlich gibt es dann Penalty – diesmal hält YB-Goalie Keller aber.

Ruefer: «Dann kommt die Spassbremse VAR»

Um einen Penalty auf der Gegenseite geht es in der 76. Minute: Diarrasouba bekommt den Ball im Strafraum an den Arm. Dudic hat das nicht gesehen, der VAR schaltet sich aber ein. Nur um sechs Minuten nach der Szene doch keinen Penalty zu geben.

GC-YB
Dieses knappe Offsideposition verhindert einen YB-Penalty in der Schlussphase. - Screenshot SRF

Das Problem: Im Vorlauf der Szene war ein Berner im Offside gestanden. Schiedsrichter Dudic geht aber auch diesmal raus, um sich die Szene anzuschauen. «Das geht viel zu lang. So macht das wenig Sinn», beschwert sich Ruefer.

Wie stehst du zum VAR?

Der Kommentator sagt im SRF-Livekommentar: «So ein tolles Spiel, so viel hin und her. Dann kommt die Spassbremse VAR. So umgesetzt finde ich ihn nicht gut, definitiv nicht.»

Rote Karte für Klärungsversuch als Abschluss

Denn Abschluss eines absurden VAR-Abends macht eine Rote Karte. «Der schickt ihn wirklich vom Platz, das kann doch nicht sein?», fragt sich Ruefer.

«Ich verstehe das nicht. Das war keine Tätlichkeit, sondern der Versuch zu retten.» Dudic aber schickt Raveloson nach Ansicht der Bilder vom Platz.

Rayan Raveloson
Rayan Raveloson trifft seinen Gegenspieler Plange beim missglückten Klärungsversuch unglücklich am Kopf. Schiri Dudic entscheidet nach Ansicht der Bilder auf «Rot». - Keystone

Nach dem Erfolg in Bern steht GC am Sonntag (16.30 Uhr) gegen den FC St.Gallen zum Jahresabschluss noch ein Heimspiel bevor. YB verabschiedet sich zur gleichen Zeit mit einem Auswärtsspiel beim FC Lugano in die Winterpause.

Kommentare

User #4493 (nicht angemeldet)

Auch der Seoane hat die Haare schön.

User #3273 (nicht angemeldet)

Nur Spycher schaut nicht hin. Hat wahrscheinlich noch ein gutes Spieler seiner Jung Buben gesehen.

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